Steag: Großspeicher werden für die Energiewende gebraucht

Im Zuge der Energiewende müssen erneuerbare Energien verstärkt Systemdienstleistungen erbringen. Ein Baustein, wie dies gelingen kann, sind dabei Speichersysteme, wie Hans Wolf von Koeller, Leiter Energiepolitik bei Steag, im Interview mit pv magazine auf dem 16. Forum Solarpraxis in Berlin betonte. Sein Unternehmen, das sich seit fünf Jahren im Batteriebereich engagiert, hatte Anfang November die Investition von 100 Millionen Euro in sechs Großspeicher mit 90 Megawatt Leistung angekündigt. Diese seien für den Primärenergieregelmarkt bestimmt und sollten ohne Förderung bis 2017 gebaut werden, betont von Koeller.

Mit Blick auf die Rahmenbedingungen für Speicherprojekte wünscht er sich, dass stärker gewürdigt wird, dass Batterien dabei helfen, Erzeugung und Verbrauch stärker zusammenzuführen. Dabei werde das Zusammenwachsen von alter und neuer Energiewelt immer zu sehr auf der Ebene des Übertragungsnetzes gedacht. Nach Ansicht des Steag-Politikleiters sei dies aber gerade mit Speichern auch schon beim Verbraucher möglich und könnten damit das Zusammenwachsen von alter und neuer Energiewelt befördern.

Link zum kompletten Video-Interview Steag gehört zu den größten Energieerzeugern Deutschlands. Der Konzern betreibt elf konventionelle Kraftwerke und mehr als 200 dezentrale Anlagen für erneuerbare Energien oder zur Wärmeversorgung für die Industrie. Mittlerweile hat sich Steag auch den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien auf die Fahnen geschrieben. Mit dem Bau der sechs Großspeicher, die an verschiedenen Kraftwerksstandorten des Konzerns entstehen sollen, soll Mitte kommenden Jahres begonnen werden. (Sandra Enkhardt)