128,4 Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugten die Photovoltaik-, Windkraft- und übrigen erneuerbaren Anlagen in den ersten sechs Monaten. Die Windkraft war dabei der wichtigste Energieträger in Deutschland.
45 Prozent der Kapazitäten zur Stromerzeugung, die im Jahr 2019 weltweit errichtet wurden, entfielen auf die Photovoltaik. Das zeigt ein neuer Report von Bloomberg New Energy Finance. Die Analysten erwarten, dass der Markt weiter wächst und der Photovoltaik-Zubau 2022 etwa bei 140 bis 178 Gigawatt liegen wird.
Der Anteil der erneuerbaren Energien am Endenergieverbrauch stieg im letzten Jahr um 0,7 Prozentpunkte auf 15,3 Prozent. Die installierte Photovoltaik-Leistung wuchs um 450 Megawatt, die der Windenergie dagegen nur um 17 Megawatt.
Der CO2-Emissionsfaktor im deutschen Strommix wird sich 2019 um rund 47 Prozent gegenüber 1990 reduzieren. Hochgerechnete Werte des Umweltbundesamtes zeigen, dass 401 Gramm CO2 pro Kilowattstunde als direkte Emission bei der Stromerzeugung entstanden.
Im dritten Quartal lieferten die Photovoltaik-Anlagen in Deutschland 14,9 Milliarden Kilowattstunden Solarstrom. Gemeinsam mit der Windkraft lag der Anteil bei gut 30 Prozent und damit höher als der Beitrag der Kohlekraftwerke zur Stromerzeugung. Übrigens weist das Statistische Bundesamt für Ende September 2019 eine Netto-Nennleistung von gerade einmal gut 46 Gigawatt für die Photovoltaik in Deutschland aus.
In seinem neuesten Video zeigt der HTW-Professor, wie sich die Stromerzeugung in Deutschland in diesem Jahr geändert hat. Die Kohlekraftwerke haben deutlich weniger beigetragen als noch in den vergangenen Jahren. Doch das liegt nicht am politischen Willen zum Kohleausstieg in Deutschland.
Die aus Erneuerbaren-Anlagen eingespeiste Strommenge hat zwischen April und Juni gegenüber dem Vorjahreszeitrum um 6,3 Prozent erhöht. Allein im Juni produzierten die Photovoltaik-Anlagen nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes fast 22 Prozent mehr Solarstrom.
Vor allem Photovoltaik- und Windenergie-Anlagen produzierten nach Daten der Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik mehr Energie als im Vorjahr. Beim Zubau verzeichnet die AGEE-Stat eine nachlassende Dynamik bei der Photovoltaik und einen markanten Einbruch bei der Windenergie.
Das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) melden damit einen Rekordwert für die Jahreszeit. Gegenüber dem ersten Quartal 2018 haben Photovoltaik und Wind zudem um 25 Prozent zugelegt.
Für einen neuen Rekord haben auch im Juli deutsche Photovoltaik-Anlagen gesorgt: Nach Zahlen des IWR haben sie erstmals mehr als sechs Milliarden Kilowattstunden Strom produziert.