Erneuerbare Energien legten in Baden-Württemberg 2019 leicht zu

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Die erneuerbaren Energien hatten 2019 in Baden-Württemberg einen Anteil an 31,5 Prozent an der Bruttostromerzeugung – nach 27,1 Prozent im Vorjahr. Das zeigt eine vorläufige Auswertung, die das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) im Auftrag des Landesumweltministeriums erstellt hat. An der Wärmebereitstellung hatten die erneuerbaren Energien einen Anteil von 16,1 Prozent (gegenüber 15,7 Prozent in 2019), am Verkehr von 4,9 Prozent (4,8 Prozent).

Insgesamt haben die erneuerbaren Energien in 2019 15,3 Prozent des gesamten Endenergieverbrauchs in Baden-Württemberg gedeckt. Im Jahr zuvor waren es 14,6 Prozent. Der Zuwachs geht vor allem auf das Konto des Stromsektors; der Wärme- und Verkehrssektor tun sich dagegen schwer, den Erneuerbare-Energien-Anteil zu steigern. „Auf diese Bereiche müssen wir einen stärkeren Schwerpunkt legen, da liegen die großen Potenziale für Energiewende und Klimaschutz“, bekräftigte der Umweltminister Franz Untersteller (Die Grünen).

Der landesweite Endenergieverbrauch im Jahr 2019 ist um ein Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Die Bruttostromerzeugung ist um gut sieben Prozent auf knapp 58 Terawattstunden gesunken. Damit liegt sie auf ähnlichem Niveau im Jahr 2012. Hintergrund des starken Rückgangs gegenüber dem Vorjahr ist der Einbruch der Stromerzeugung aus Steinkohle um über 30 Prozent.

Gleichzeitig ist die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien um 1,3 Terawattstunden gestiegen. Die Stromerzeugung aus Biomasse lag auf nahezu unverändertem Niveau, während die Erzeugung aus Photovoltaik und Windkraft zulegte. Bei der neu installierten Leistung geben Wind und Solar jedoch ein unterschiedliches Bild ab: Bei der Photovoltaik kamen 450 Megawatt hinzu, während der Zubau von Windenergieanlagen 2019 stark eingebrochen  ist – nur noch fünf neue Windräder mit insgesamt 17 Megawatt Leistung kamen hinzu.

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