Der Bundesverband der Deutschen Industrie e. V (BDI) und andere starke Lobbyverbände betreiben Panikmache in Sachen Strompreiseffekt des geplanten Kohleausstiegs. In einem gemeinsamen Positionspapier vom 22.1. heißt es, ein politisch beschleunigter Rückgang der Kohleverstromung könne bis 2030 bis zu 54 Milliarden Euro an zusätzlichen Stromkosten verursachen, was die große Abhängigkeit von den weltweiten Energierohstoffpreisen zeige. […]
Die Ergebnisse der sogenannten Kohlekommission sollen demnächst veröffentlicht werden. Zuvor wird sich die Bundeskanzlerin jedoch mit den Ministerpräsidenten der vom Kohleausstieg betroffenen Länder in Berlin treffen. Nach einem „Spiegel“-Bericht soll es darum gehen, wie die Fördergelder künftig verteilt werden, um den Strukturwandel zu stemmen.
In Berlin und Köln demonstrierten am letzten Samstag 36.000 Menschen für Kohleausstieg und Klimaschutz, aber die erneuerbaren Energien als Lösung spielten in den Reden keine Rolle Beeindruckend, wie 36.000 Menschen am Kanzleramt in Berlin und auch in Köln, sich mit großer Kraft für den Klimaschutz einsetzen (https://www.klima-kohle-demo.de). Starke Appelle gab es bei der Demonstration in […]
Einer neuen Studie im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums zufolge kann die verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien einen wichtigen Beitrag zu einem erfolgreichen Strukturwandel in deutschen Braunkohlerevieren leisten.
Wer heute noch in Kohle, Gas oder Öl investiert, geht ein immer größeres Risiko ein. Seit etwa fünf Jahren wird weltweit mehr Geld in erneuerbare Energieträger gesteckt als in die alten fossil-atomaren Energien. Die Relation 2017: 280 Milliarden Dollar in Öko-Energien und noch 230 Milliarden in die alten Energien. Eine neue Studie sagt sogar voraus, […]
Angesichts der Klimakrise und des Kohleausstiegs darf die Bundesregierung aus Sicht des Verbandes die Solarenergie nicht ausbremsen. Der Förderdeckel bei 52 Gigawatt muss nach Ansicht des Verbands möglichst schnell abgeschafft werden.
Die Ministerpräsidenten von Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt haben in Berlin für eine gesamtdeutsche Anstrengung zur Bewältigung des Kohleausstiegs plädiert. Wenn es nach ihnen geht, wird Deutschland noch bis in die 2040er Jahre Braunkohle zur Stromerzeugung nutzen.
Ein schrittweiser Kohleausstieg kombiniert mit dem geplanten Ausbau der erneuerbaren Energien auf 65 Prozent könnte 2030 die Strommengen und Strompreise stabilisieren. Auch das Klimaziel würde die Bundesregierung damit erreichen.
Greenpeace und das Fraunhofer IEE haben gemeinsam auf einer Pressekonferenz eine Studie vorgestellt, welche die Machbarkeit des deutschen Kohleausstiegs bis 2030 unterstreichen soll. Demnach wäre es möglich, durch das schnelle Abschalten von besonders alten Braunkohlekraftwerken und dem Anziehen des Zubaus von Erneuerbaren die Klimaziele und Versorgungssicherheit unter einen Hut zu bekommen.
Nach Aussagen des Verbands profitiert vor allem das Bundesfinanzministerium von den steigenden Strompreisen. Der BDEW fordert daher im Zuge des Kohleausstiegs auch eine Senkung der Stromsteuer und die Finanzierung des privilegierten Letztverbrauchs der Industrie bei der EEG-Umlage aus Steuermitteln.