Durch den Verkauf zahlreicher Aktivitäten aus dem Firmengeflecht der insolventen Green City Energy ist genügend Geld zusammengekommen, um einen Teil der Forderungen zu begleichen. Doch nicht jeder bekommt etwas zurück.
Die Investmentplattform übernimmt die Betreuung von rund 1000 Kunden, die per Crowdinvesting knapp 2,5 Millionen Euro investiert hatten. Für die Anleger soll sich nichts ändern.
Der Insolvenzverwalter der Green City AG hat einen Käufer für das Münchener Pleite-Unternehmen gefunden: den französischen Spezialisten für erneuerbare Energien Qair. Anleger könnten zumindest einen Teil ihres Einsatzes zurückerhalten.
Auf das in die Insolvenz geratene Unternehmen kommen weitere Schwierigkeiten zu. Es besteht der Verdacht bei Anlegerschützern, dass Green City von den bei Investoren eingeworbenen Mitteln knapp 27 Millionen Euro nicht ordnungsgemäß verwendet hat.
Gläubiger und Insolvenzverwalter von Energetica haben dem Wiener Unternehmen jetzt grünes Licht gegeben. Irma Power will die Produktion im österreichischen Liebenfels mittelfristig ausbauen.
Drei weitere Gesellschaften des Münchner Unternehmens haben Insolvenz angemeldet und sollen nun in Eigenverwaltung saniert werden. Das kam nicht unerwartet.
Die Irma Power GmbH hat die Geschäftsanteile an dem Photovoltaik-Hersteller erworben. Die Zustimmung der bisherigen Gesellschafter war nach Angaben des Insolvenzverwalters nicht notwendig und er spricht daher von einer „feindliche Übernahme“. Das Wiener Unternehmen strebt nun auch die Übernahme des operativen Geschäfts an.
Bei dem Münchner Unternehmen hat der vorläufige Insolvenzverwalter seine Arbeit aufgenommen. Bis klar ist, ob Anleger ihr Geld ganz oder teilweise zurückerhalten, können Monate vergehen. Die Stadtwerke München, Mitgesellschafter beim Wasserkraftwerk Praterkraftwerk, ist hingegen entspannt.
Der in Not geratene Erneuerbare-Projektierer war zuvor in Gesprächen mit einem Investor, die aber ohne Ergebnis beendet wurden. Neben der AG hat auch die Konzerngesellschaft GCE Kraftwerkspark I GmbH Insolvenz beantragt.
Die im zweiten Halbjahr explodierten Großhandelsstrompreise haben die Online-Plattform in die Überschuldung getrieben. Die Versorgung der Endkunden soll durch die Insolvenz nicht gefährdet sein.