Der Photovoltaik-Hersteller aus Südkorea wird im US-Bundesstaat Georgia eine Produktionsstätte für Module mit bis zu 1,6 Gigawatt Jahreskapazität bauen. Damit will Hanwha Q-Cells seine Marktposition in den USA halten.
Kurz vor der Bekanntgabe der Übernahme durch Sunpower bezog die frühere US-Tochter von Solarworld Stellung zu Anträgen von Wettbewerbern, von den neuen US-Einfuhrzöllen ausgenommen zu werden. Dem künftigen Eigentümer gestand Solarworld Americas eine solche Ausnahmeregel zu, der einstigen Verwandtschaft nicht.
Bei einer europaweit abgestimmten Aktion haben Zollfahnder drei Personen in Stuttgart, Bremen und Hamburg festgenommen. Diese sollen unter Vortäuschung falscher Tatsachen chinesische Solarmodule nach Europa eingeführt und so über 35 Millionen Euro an Anti-Dumping- und Ausgleichszöllen hinterzogen haben.
US-Präsident Trump hat im Januar Importzölle für Photovoltaik-Produkte von 30 Prozent verhängt. Im Vorfeld haben viele chinesische Hersteller noch schnell Solarzellen und Solarmodule in die USA exportiert, wie der drastische Anstieg zum Jahresende zeigt, den Bloomberg New Energy Finance nun veröffentlichte.
Zuvor haben bereits Südkorea, Taiwan und China einen solchen Antrag wegen der von US-Präsident Donald Trump verhängten Zölle für Photovoltaik-Importe bei der Welthandelsorganisation eingereicht. Die Bestrebungen der EU nach einem Kompromiss mit den USA werden vor allem von Deutschland forciert.
Die Entscheidung in der Section 201-Petition ist auf der Website des US-Handelsbeauftragten Robert Lighthizer veröffentlicht worden. Die Importzölle, die sukzessive über die nächsten vier Jahre abgesenkt werden, soll der Solarindustrie in den USA eine neue Überlebensperspektive geben.
Nach einer Reuters-Meldung will der US-Präsident in Kürze über die Importzölle für Solarmodule und Solarzellen entscheiden. Offiziell hat er dafür bis zum 26. Januar Zeit.
Die Handelskommission der USA schlägt vor, die Importe von Solarzellen und Photovoltaik-Modulen mit Zöllen zu belegen und die Mengen zu begrenzen. Hinter den Forderungen von Solarworld und Suniva bleiben die Vorschläge jedoch zurück. Die endgültige Entscheidung liegt bei US-Präsident Donald Trump.