Bereits im nächsten Jahr könnte die EEG-Umlage halbiert werden, wie aktuelle Rechnungen des Berliner Think Tanks zeigen. Dafür müssten die CO2-Preise 2022 um 15 auf 45 Euro pro Tonne erhöht werden, um die Mehreinnahmen aus dem Emissionshandel für die Entlastung der EEG-Umlage zu nutzen.
Niedrige Gaspreise, Corona und schönes Wetter haben das EEG-Konto ins Minus gestürzt – mittlerweile klafft ein Loch von mehr als zwei Milliarden Euro. Woher das Minus kommt und welche Auswirkung eine Stabilisierung des EEG-Kontos aus Haushaltsmitteln auf die Strompreise und den Energiemarkt hat, besprechen wir im Podcast mit Thorsten Lenck von Agora Energiewende.
Das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) und das Mercator Research Institute for Global Commons and Climate Change (MCC) haben den Einfluss der Erderwärmung auf die Wirtschaft untersucht. Produktionskraft und Wohlstand in aller Welt werden demnach voraussichtlich deutlich stärker beeinträchtigt als bisher beziffert.
Ohne staatliches Eingreifen würde die Ökostromumlage 2021 nach den Berechnungen des Think Tanks auf 8,6 Cent pro Kilowattstunde steigen. Selbst wenn die Einnahmen aus der CO2-Bepreisung wie vorgesehen vollständig für die Minderung der Umlage eingesetzt werden, klettert sie immer noch auf 7,1 Cent.
Die Berliner Forscher begrüßen grundsätzlich die Nachbesserungen beim Klimapaket. Sie seien aber nicht ausreichend, um die Klimaziele 2030 in den Sektoren Verkehr und Gebäude zu erreichen.
In der Solarbranche rechnet man sich im Zweifel den Guten zu und stellt hohe moralische Ansprüche an sich und an andere. Doch wo ist die Grenze zur Moralisierung? Welche Rolle Moral und Moralisierung in der Nachhaltigkeitsdebatte spielen, erklärt im Interview Konrad Paul Liessmann, Professor für Methoden der Vermittlung von Philosophie und Ethik an der Universität Wien.
Der CO2-Preis soll nach der Einigung 2021 bei 25 Euro starten, nicht wie bisher geplant bei 10 Euro. Die zusätzlichen Einnahmen sollen unter anderem für eine stärkere Senkung der EEG-Umlage nutzt werden, wie das Kompromisspapier der Vertreter von Bund und Ländern vorsieht. Verbände begrüßten die geplante Erhöhung der CO2-Preise.
Nach etwa 20 Stunden Verhandlungen sind die Maßnahmen für den Klimaschutz festgelegt worden. Der CO2-Preis soll steigen, aber nicht über eine Steuer, sondern durch den Zertifikatehandel. Die Photovoltaik-Branche kann sich wohl auf eine Abschaffung des 52-Gigawatt-Deckels für die Solarförderung freuen.
Es gibt heute nicht zu viel erneuerbare Energie, sondern zu wenig. Ein knappes Gut sollte einen Preis haben und keine Förderung brauchen. Robert Busch, Geschäftsführer des Bundesverbandes Neue Energiewirtschaft erklärt, wie er sich die Energiewelt von morgen vorstellt und was den Verband für Photovoltaik- und Speicherunternehmen interessant macht. Vor einem Auslaufen der Solarförderung müsse man jedenfalls keine Angst haben.
Das FÖS hat im Auftrag von BEE, DNR und Klima-Allianz Deutschland sieben aktuelle Konzepte zur CO2-Bepreisung analysiert. Der Vergleichsstudie zufolge ist eine schnelle, zielgerichtete und wirksame Umsetzung der CO2-Bepreisung mit einer sozial gerechten Ausgestaltung vereinbar.