Audiopodcast: Wundertüte EEG-Umlage – Was bringt die Zukunft?

Teilen

Ende Mai warnten Wissenschaftler, dass die EEG-Umlage im nächsten Jahr auf knapp 10 Cent pro Kilowattstunde steigen würde, von heute 6,75 Cent. Schon jetzt weist das EEG-Konto einen Minusbetrag von mehr als zwei Milliarden Euro auf. Hauptursache sind niedrige Gaspreise, die gesunkene Stromnachfrage durch die Corona-Krise und ein System an Steuern und Umlagen, das bisher nur wenig Lenkungswirkung zugunsten erneuerbarer Energien entfaltet. Aber die komplexen Ursachen und Mechanismen kommen in den Medien oft zu kurz. Stattdessen werden Preissteigerungen pauschal der Energiewende angelastet.

Thosten Lenk, Agora Energiewende

Foto: Agora Energiewende

In dieser Ausgabe des pv magazine Podcasts diskutieren wir mit Thorsten Lenck von Agora Energiewende über die Zusammenhänge zwischen Gaspreis, Strompreis, der EEG-Umlage und den Auswirkungen des CO2-Preises. Er beschäftigt sich bei Agora Energiewende mit der Berechnung und Prognose der Umlage, und setzt sich dafür ein, bei Steuern und Umlagen die richtigen Anreize zur Förderung der Energiewende zu setzen.

Die Politik hat inzwischen offenbar erkannt, dass ein Anstieg der Umlagen auf Strom nicht länger hinnehmbar ist, wenn es ihr eigentlich darum geht, eine Alternative für fossile Energieträger  zu bieten. Deshalb wurde eine Zwischenfinanzierung aus dem Konjunkturpaket beschlossen. Ab dem nächsten Jahr sollen dann Einnahmen aus dem Co2-Preis zur Reduzierung der EEG-Umlage eingesetzt werden. Warum der Strompreis trotzdem kaum sinkt und die Konjunktur nicht stärker antreibt, hören Sie im Podcast.

Dieser Inhalt ist urheberrechtlich geschützt und darf nicht kopiert werden. Wenn Sie mit uns kooperieren und Inhalte von uns teilweise nutzen wollen, nehmen Sie bitte Kontakt auf: redaktion@pv-magazine.com.