Auch für Dezember weist das Marktstammdatenregister mittlerweile einen Zubau von mehr als einem Gigawatt an neuen Photovoltaik-Anlagen aus. Damit erhöhte sich der Gesamtzubau für 2023 auf fast 14,6 Gigawatt.
Bei der Statuskonferenz des Bundesverbands Energiespeicher Systeme in Berlin betonte die Branche die vielfältigen Chancen der Technologie und forderte von der Politik und der Bundesnetzagentur mehr Planungssicherheit ein.
Die jüngste Ausschreibungsrunde für Solarparks war dreieinhalb Mal überzeichnet. Deshalb fordert Naturstrom nun Änderungen der Ausschreibungspraxis. So soll die Marktdynamik für einen schnelleren Erneuerbaren-Ausbau genutzt werden.
Die Zuschlagswerte liegen mit einer Spanne von 4,44 bis 5,47 Cent pro Kilowattstunde deutlich unter denen der vorherigen Runde. Ausgeschrieben waren 1,61 Gigawatt. Ein großer Teil der Gebote entfiel auf Anlagen mit mehr als 20 Megawatt, die letztmalig eingereicht werden konnten.
Die kumuliert installierte Photovoltaik-Leistung überstieg zum Jahresende die Marke von 81,8 Gigawatt*. Im Dezember kamen bis zum Auswertungsstand nochmal fast 880 Megawatt hinzu und die Zahl wird wohl im Nachgang noch etwas steigen.
Die Vorschläge der Behörde zielen darauf, die Regulierung so zu entwickeln, dass Änderungen bei den Kosten der Netzbetreiber schneller berücksichtigt werden. Auch will sie die Regulierung vereinfachen. Für Strom-Verteilnetzbetreiber plant sie gezielte finanzielle Anreize zur Stärkung der Leistungsfähigkeit.
Endgültige Zahlen sollen erst Ende Januar veröffentlicht werden. Nach Angaben der Behörde sind im vergangenen Jahr in Deutschland etwa 17 Gigawatt an Erneuerbaren-Anlagen zugebaut worden. Die insgesamt installierte Leistung von Photovoltaik, Windkraft und Co. stieg damit auf knapp 170 Gigawatt.
Der Anteil von Photovoltaik, Windkraft und Co. hat sich damit binnen Jahresfrist um mehr als 6,5 Prozent erhöht. Zugleich hat sich die Zahl der negativen Stunden an der Strombörse mehr als vervierfacht.
1,18 Gigawatt neue Photovoltaik-Leistung wurden der Bundesnetzagentur im November gemeldet. Die Zahlen für die Vormonate sind zudem leicht nach oben korrigiert worden. Damit hat der Zubau im laufenden Jahr bislang 13,18 Gigawatt erreicht.
Für Dachanlagen hat die Behörde eine Absenkung des Höchstwerts von derzeit 11,25 auf 10,50 Cent pro Kilowattstunde beschlossen. Begründet wird das vor allem mit den erwarteten Kostensenkungen. Für Solarparks bleibt der Wert dagegen bei 7,37 Cent pro Kilowattstunde.