Interview: Energiebau will dieses Jahr das gleiche Volumen umsetzen wie 2012. Der Geschäftsführer des Photovoltaik-Unternehmens äußerte sich im pv magazine-Interview auf der Intersolar über den Handelsstreit, die Rolle des Distributors und dessen Strategie.
Großhändler wie Energiebau sitzen an der Schnittstelle zwischen Hersteller und Installateur. Daher spüren sie als erste, wie sich der Handelsstreit und die anderen Umbrüche im Solarmarkt auswirken. Geschäftsführer René Médawar erklärt die Strategie seines Photovoltaik-Unternehmens.
Das Hamburger Photovoltaik-Unternehmen soll nach einem Medienbericht seinen Banken einen Investor aus Asien präsentiert haben. Der Name blieb zunächst ungenannt. Conergy wollte sich dazu nicht äußern. Ähnliche Gerüchte gab es aber bereits vor mehr als einem Jahr.
Bei dem laufenden Handelsstreit der EU mit China wegen billiger Photovoltaik-Importe zeichnet sich ein Kompromiss ab. Große chinesische Hersteller könnten mit Mindestimportpreisen für Module von 0,50 Eurocent/Watt leben, erfuhr pv magazine aus Insiderkreisen der Industrie. Käme bis 5. August eine Einigung über die laufenden Anti-Dumpingzölle zustande, könnten Anti-Subventionszölle verhindert werden, die ansonsten zusätzlich von der EU erhoben werden sollen.
Die erneuerbaren Energien werden in der Diskussion über die steigenden Strompreise gern als Haupttreiber hingestellt. Dabei ist es das System zur Berechnung der EEG-Umlage, dass der Bundesregierung große Handlungsmöglichkeiten gibt, um die Strompreise sinken zu lassen. Nach einer neuen Studie des Öko-Instituts ist mit einem Anstieg der EEG-Umlage 2014 auf 6,08 Cent je Kilowattstunde zu erwarten. Eine Weitergabe der gesunkenen Börsenstrompreise und Reformen der Berechnungsgrundlage könnten aber zu einer Absenkung um bis zu 2,4 Cent je Kilowattstunde führen.
Als Konsequenz von unüberbrückbaren Meinungsverschiedenheiten ist die Desertec Stiftung aus dem Industriekonsortium ausgetreten. Vielleicht muss sich die Dii nun einen neuen Namen für sein Wüstenstromprojekt suchen.
Der japanische Photovoltaik-Hersteller produziert nun auch wieder in seinem vorübergehend stillgelegten Werk Miyazaki 2 wieder Dünnschichtmodule. Für das zweite Halbjahr kündigte Solar Frontier zudem den Start eines neuen Modultyps an, der sich derzeit noch in der Prüfung befindet.
Für den Bau des 579 Megawatt Solarparks hat die Solar Star Funding – die zum Imperium des Börsengurus Warren Buffett gehört – Schuldverschreibungen ausgegeben. Insgesamt sind darüber für die Realisierung des Photovoltaik-Projekts eine Milliarde US-Dollar zusammengekommen.
Zum 1. Juli sind die Einspeisevergütungen für Photovoltaik-Anlagen um weitere 1,8 Prozent gesunken. Nach den Erhebungen der Bundesnetzagentur sind in diesem Jahr Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtleistung von knapp 1,5 Gigawatt ans Netz gegangen.
Damit kann in Bitterfeld künftig weiterhin Polysilizium produziert werden. Das Management wird die Fabrik von PV Crystalox Solar übernehmen und damit auch wenigstens einige Arbeitsplätze am Standort retten.
Immer wieder gibt es Aussagen, dass das Förderprogramm für Speichersysteme bei kleinen Photovoltaik-Anlagen mit Anlaufschwierigkeiten zu kämpfen hat. Eine Umfrage des pv magazine bei verschiedenen Banken zeigt, dass diese nur wenige Geldhäuser Interesse an der Vermittlung der zinsgünstigen Darlehen haben.