Der Projektierer ist seit Anfang August in der vorläufigen Insolvenz. Derzeit ruht der Geschäftsbetrieb. Für die Tochtergesellschaften lehnten die Gerichte mangels Masse die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens ab.
Optimismus und zufriedene Gesichter beherrschten die Gespräche und Prognosen auch im weiteren Verlauf der Solar Power International. Die Photovoltaik-Branche startet derzeit nach einem Tal der Tränen wieder voll durch, so die Botschaft aus Chicago.
Die Analysten von NPD Solarbuzz gehen davon auf, dass multikristalline Solarmodule im kommenden Jahr weiterhin den Photovoltaik-Markt dominieren werden. Die Hersteller von Dünnschichtmodulen werden hingegen an Boden verlieren. Die Produktionskapazitäten insgesamt könnten um 25 Prozent auf knapp 50 Gigawatt steigen.
Mit dem Erlös aus der größten Kapitalerhöhung der Unternehmensgeschichte soll in neue Wind- und Solarparks investiert werden. Ein Teil der neuen Aktien ging an institutionelle Anleger.
Drei Vereinigungen, die in der Union die Mitglieder des Wirtschaftsflügels auf sich vereinen, haben für die Koalitionsverhandlungen mit der SPD nun auch ihre Kernforderungen formuliert. Für die Energiewende fordern sie ein marktwirtschaftliches Fundament. Spätestens mit einem Anteil von 35 Prozent Erneuerbaren soll die Förderung für Photovoltaik, Windkraft und Biomasse vollständig auslaufen. Sofort sollten die Einspeisevergütungen für neue Anlagen gesenkt werden.
Während das Geschäft mit Silizium angezogen hat, sind die Verkaufszahlen bei Solarmodulen zurückgegangen. REC wird künftig mit zwei eigenständigen Unternehmen am Photovoltaik-Markt agieren. Der Verkauf der REC Solar wird zum Freitag wirksam. Im Zuge der Aufteilung wird auch die Führungsspitze bei dem Photovoltaik-Unternehmen neu besetzt.
Nach der Einigung mit den Banken wollen die beiden Tochtergesellschaften des Photovoltaik-Unternehmens nun das Schutzschirmverfahren verlassen. Die Centrosolar Group soll aber im Zuge eines Insolvenzverfahrens in Eigenregie saniert werden.
In einer gemeinsamen Erklärung haben sich IG BCE, IG Metall, BDA und BDI für die Abschaffung von Einspeisevergütungen für neue EEG-Anlagen ausgesprochen. Sie fordern auch mehr Unterstützung für die Industrie und wollen eine Senkung der Stromsteuer erreichen. Offiziell unterstützen die Wirtschaftsverbände aber die Energiewende.
Die Kostenreduzierung treibt die Photovoltaik in den USA massiv an. Dies zeigte sich auf der SPI in Chicago deutlich. Viele Aussteller berichteten über ein hohes Besucherinteresse.
Der Bundesrat in Bern hat Änderungen bei der Kostendeckenden Einspeisevergütung für Photovoltaik-Anlagen beschlossen. Sie sollen ab Januar 2014 gelten. Die Kürzungen der Solarförderung sind aber weniger einschneidend als zuvor befürchtet.