Eine engere Kooperation, davon sind die Speaker aus der Energiewirtschaft auf dem Sungrow „Experience Day“ überzeugt, beschleunigt Projekte – und werde von den Kunden sehr geschätzt. Von der Politik wünschen sich die Experten bessere regulatorische Bedingungen. W-Power-Chef Christian Jochemich teilt Erfahrungen aus einem Großspeicher-Projekt.
Auf Basis einer detaillierten Modellierung werden kosteneffiziente Pfade zur klimaneutralen Energieversorgung auf Bundesländer-Ebene dargestellt. Direkte Elektrifizierung ist ein Schlüsselelement, also unter anderem Wärmepumpen und batterie-elektrische Autos. Hierfür sind bis zu 308 Gigawatt Windkraft und 471 Gigawatt Photovoltaik nötig. Atomkraft spielt schon aus Kostengründen keine Rolle.
Im europäischen Forschungsprojekt „ECO2LIB“ ging es um die Entwicklung von effizienteren und kostengünstigeren Lithiium-Ionen-Batterien. Die entwickelte Technologie fließt nun direkt in die Produktion der neuen Speichergeneration ein.
Der Großspeicher mit 100 Megawatt Leistung soll am Kraftwerksstandort Marbach entstehen. Rechnerisch wäre er in der Lage, einen Tag lang eine Kleinstadt mit Strom versorgen.
Das Projekt unter Federführung des Schweizer Batteriespeicher-Spezialisten MW Storage gehört zum „WUNsiedler Weg Energie“ – einem regionalen Verbund für Ausbau und Integration von Photovoltaik, Windkraft sowie weiteren erneuerbaren Energien.
In den ersten neun Monaten summiert sich der von 16 großen Netzbetreibern erfasste Photovoltaik-Zubau in Österreich auf mehr als 1,4 Gigawatt. Allerdings ist die Nachfrage rückläufig und liegt im dritten Quartal unter dem Niveau der Vorquartale. Im ersten Quartal lag die ermittelte neu installierte Photovoltaik-Leistung bei 497 Megawatt und im zweiten Quartal bei 517 Megawatt. Auch gegenüber dem Vorjahr bleibt der Zubau im dritten Quartal deutlich zurück.
Die Nutzung der Batterien von Elektroautos als Speicher für Photovoltaik- und Windkraft-Anlagen würde durch weit verbreitetes Carsharing signifikant beeinflusst. Unterm Strich blieben die negativen Auswirkungen aber geringer als die positiven.
Überschüssiger Photovoltaik-Strom, der nicht eingespeichert werden kann, muss nicht unbedingt abgeregelt werden. Rechenzentren an den richtigen Stellen im Netz können lokale Netzüberlastungen auflösen und dabei digitale Werte generieren, sagt die Telekom-Tochter MMS. Bitcoins könnten dabei zum Beispiel entstehen. Ein derartiges Projekt wird gerade in Baden-Württemberg aufgebaut.
Der Berliner Hersteller von Wasserstoff-Ganzjahresspeichern Home Power Solutions kündigt an, seine zweite Produktgeneration „Picea 2“ jetzt auch nach Österreich und in die Schweiz zu bringen. Anfang nächsten Jahres könnte die Auslieferung beginnen und Hausbesitzern helfen, ihre Photovoltaik-Überschüsse gänzlich einzuspeichern.
Das spanische Unternehmen arbeitet in Deutschland aktuell an Photovoltaik-Vorhaben mit insgesamt 1,2 Gigawatt Leistung sowie an 15 Speicherprojekten. Sein weltweites Portfolio gibt Grenergy mit 15,9 Gigawatt Photovoltaik und 21,7 Gigawattstunden Batteriespeicher an.