ETH-Forscher widersprechen dem Plan, wie Peter Altmaier in Europa eine Batteriezellenfertigung aufbauen will. Es sei zwar möglich, die Produktion nach Europa zu holen, sagen Tobias Schmidt, Professor für Energiepolitik an der ETH Zürich, und sein Mitarbeiter Martin Beuse. Doch das geht anders, als sich die EU-Kommission und die Bundesregierung das vorstellen. Die beiden Wissenschaftler schließen das aus der Analyse der Innovationsmuster. Diese sind bei Batteriezellen anders als bei Solarzellen und -modulen.
Die beiden Unternehmen wollen mit dem Projekt ein Zeichen für eine gekoppelte Strom- und Verkehrswende setzen. Sie haben in Dresden eine Ladestation mit Photovoltaik und Stromspeicher installiert, die dank intelligenter Steuerung sauberes Tanken von Elektrofahrzeugen ermöglicht.
Die Regelung wird Anreize für Photovoltaik-plus-Speicherprojekte zum Eigenverbrauch sowie für Projekte zur virtuellen Energiespeicherung bieten. Im vergangenen Jahr sorgte das Programm für die Installation von rund 400 Batteriesystemen, die mit Photovoltaik-Anlagen gekoppelt sind.
Nach monatelanger Vorarbeit ist es soweit: Mit seinen vernetzten Photovoltaik-Heimspeichern darf das Unternehmen nun am Primärregelenergiemarkt teilnehmen. Sie werden zu einer virtuellen Batterie mit einer Leistung von einem Megawatt zusammengefasst.
In den kommenden zwölf Monaten soll die Serienfertigung für Hochvoltspeicher am Standort Wittenberg aufgebaut werden. Dies soll die Kosten für die Stromspeicherung mehr als halbieren.
Der BSW-Solar, BEE, bne und BVES haben den Bundeswirtschaftsminister aufgefordert, die wichtige Weichenstellung im EU-Parlament nicht anschließend im Rat zu blockieren. Mit der Abschaffung der Doppelbelastung könnten Speicher endlich systemdienlich als Flexibilisierungsoption eingesetzt werden.
Der ehemalige Staatssekretär aus dem Bundeswirtschaftsministerium hat einen neuen Job. Er wird Innoenergy bei seinen Anstrengungen zum Aufbau einer europäischen Batterieindustrie unterstützen.
Das österreichische Unternehmen bringt eine Lösung auf den Markt, das für private und gewerbliche Nutzer den Durchbruch für eine flächendeckende Schnellladeinfrastruktur darstellen soll. Sieben Geschäfts- und Refinanzierungsmodelle sollen mit dem Kreisel Chimero möglich sein, der einen bidirektionalen Speicher in der Ladesäule integriert hat.
Die Alzenauer Firma hat die erneuerbare Speichertechnologie in den vergangenen fünf Jahren bereits zur Prototypreife gebracht. Mit Schaeffler gemeinsam soll nun die Weiterentwicklung und Industrialisierung gelingen. Ab 2021 sollen die ersten kommerziellen Großspeicher verfügbar sein.
Die Wasserstofftechnologie von Hydrogenious ist geeignet, um überschüssigen Strom aus Wind- und Solarparks zu speichern. Doch noch stehen die politischen Rahmenbedingungen in Deutschland gegen eine weitere Verbreitung der Technologie. Immerhin waren die Gründer und Entwickler in diesem Jahr für den Deutschen Zukunftspreis nominiert. Auch wenn es am Ende knapp nicht für den Siegerscheck reichte, ist es doch eine große Auszeichnung für das junge Unternehmen.