Der europäische Photovoltaik-Verband stellt sich derzeit neu auf. Im März war ein neuer Präsident gewählt worden. Nun ist James Watson als Vorstandschef berufen worden.
Der Widerstand der Länder und der Industrie gegen die geplante EEG-Reform und insbesondere die Belastung des Eigenverbrauchs mit 40 Prozent EEG-Umlage haben eine Einigung verzögert. Ursprünglich wollte das Wirtschaftsministerium zu Beginn der Woche den geänderten Gesetzentwurf veröffentlichen. Doch dies ist vorerst verschoben.
Der geplante Verzicht auf die Bagatellgrenze bei der Belastung des Eigenverbrauchs mit der EEG-Umlage ruft nun auch Handwerksverbände auf den Plan. Der Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke sieht darin eine Gefährdung der Energiewende. Er will eine Freistellung des Eigenverbrauch bei Photovoltaik-Anlagen bis 100 Kilowatt Leistung.
Die beiden Verbände haben eine Petition gestartet. Sie wollen Strom aus Uran, Kohle und Gas mit einer Abgabe belegen und somit den Erneuerbaren und der Energiewende in der Schweiz auf die Sprünge helfen.
Wegen einer fehlgeschlagenen Absicherung gegen schwankende Wechselkurse musste die Umweltorganisation 3,8 Millionen Euro abschreiben. Greenpeace International spricht von einem „gravierenden Fehler“, der künftig nicht mehr möglich sein soll.
Die „Nachbesserungen“ beim Eigenverbrauch sind aus Sicht der Verbraucherschützer nicht zielführend. Der Aufwand ist zu hoch, der Ertrag minimal. Beim BDEW sieht man dies ganz anders und bezeichnet den Wegfall der Bagatellgrenze bei der Eigenverbrauchsbelastung als richtigen Schritt.
Die Ministerpräsidenten der Länder und Bundeskanzlerin haben nochmals über die EEG-Reform diskutiert. Während Merkel sie auf einen guten Weg sieht, fordern die Länder die geplante Belastung des Eigenverbrauchs deutlich nach unten zu korrigieren.
Der Verband will nicht hinnehmen, dass nun auch die Besitzer kleinster Photovoltaik-Anlagen eine EEG-Umlage von 40 Prozent auf ihren Eigenverbrauch zahlen sollen. Damit würden die Investitionen in neue Photovoltaik-Anlagen wohl komplett zusammenbrechen. Photovoltaik-Unternehmen aus Deutschland und Bürgerenergie-Verbände sehen in den Änderungen einen „Frontalangriff“ auf die Energiewende.
Die Alpenrepublik hat es im vergangenen Jahr eine deutliche Steigerung beim Photovoltaik-Zubau gegeben. Nach Angaben des österreichischen Photovoltaik-Verbands hat der Solarstrom damit auch die 1-Prozent-Marke am gesamtösterreichischen Stromverbrauch geknackt.
Die Unterhändler von Union und SPD sollen sich mit dem Bundeswirtschaftsminister nun darauf verständigt haben, dass der Eigenverbrauch für alle mit 40 Prozent der EEG-Umlage belastet werden soll. Auch die Bagatellgrenze, die bislang bei 10 Kilowatt geplant war, soll fallen. Dies würde besonders die Betreiber von Photovoltaik-Anlagen treffen.