Die Nachfrage nach Photovoltaik-Anlagen in Deutschland hat mit 110 Megawatt im September einen neuen Tiefpunkt erreicht. Trotzdem sinkt die Solarförderung weiter. Die Photovoltaik-Einspeisetarife betragen im November für Dachanlagen bis 500 Kilowatt zwischen 10,98 und 12,62 Cent je Kilowattstunde.
Das Bundeswirtschaftsministerium hat nun eine Verordnung in Kraft gesetzt, die für mehr Transparenz beim Strompreis sorgen soll. Die Versorger müssen die einzelnen Bestandteile nun genau ausweisen.
Vattenfall will seine Aktivitäten künftig stärker auf erneuerbare Energien konzentrieren. Wie Unternehmenschef Magnus Hall mitteilte, prüft der staatliche schwedische Energiekonzern eine „neue Eigentümerstruktur“ für seine Braunkohle-Sparte.
Mittlerweile liefern die Photovoltaik-Anlagen in Deutschland auch in der Herbst- und Winterzeit einen nicht unwesentlichen Beitrag zur Energieversorgung. An einigen Tagen im Oktober waren bis zu 18 Gigawatt Solarstrom im Netz und die Photovoltaik deckte zur Mittagszeit rund ein Drittel des Bedarfs. Doch Photovoltaik-Anlagen sorgen mittlerweile auch für stabile Netze.
Ein Schreiben des Bundesfinanzministerium zur steuerlichen Behandlung von Photovoltaik-Anlagen sorgte für Aufregung bei den Betreibern. Im Fall der Umsatzsteuer für solaren Eigenverbrauch gibt es mittlerweile eine Präzisierung.
Das Strommarktdesign der Zukunft ist derzeit in der Diskussion. Das Bundeswirtschaftsministerium hat dazu nun einen Entwurf für das Grünbuch „Ein Strommarkt für die Energiewende“ vorgelegt. Carsten Pfeiffer vom BEE bewertet im pv magazine-Interview den Entwurf.
In Witten sind am Wochenende die Deutschen Solarpreise von Eurosolar in sechs Kategorien vergeben worden. Es wurden unter anderem der WDR-Redakteur Jürgen Döschner sowie die Internetplattform www.energieblogger.nezt für ihre Arbeit ausgezeichnet.
Die Umweltministerkonferenz der Länder hat sich auch mit dem Thema Ausschreibungen für EEG-Projekte befasst. Außer Brandenburg und Berlin lehnen alle ostdeutschen Länder Photovoltaik-Anlagen auf landwirtschaftlichen Nutzflächen ab.
Der rückläufige Photovoltaik-Markt in Deutschland hat nicht nur Arbeitsplätze in der Solarindustrie gekostet. Auch bei Installations- und Handwerksbetrieben, besonders in Mittel- und Süddeutschland, gibt es deutlich weniger Beschäftigte im Solarbereich. Die Gesamtzahl sank von 2012 auf 2013 um 40 Prozent auf 68.500.
Ein insgesamt wenig ambitioniertes Klimapaket ist das Ergebnis stundenlanger Verhandlungen beim EU-Gipfel in Brüssel. Der Anteil erneuerbarer Energien soll lediglich auf 27 Prozent steigen.