Sybac Solar ist das Unternehmen, das 40 Prozent der ausgeschriebenen Menge in der ersten Runde der Ausschreibungen zu Photovoltaik-Freiflächen-Anlagen auf sich vereinen konnte. Auch IBC Solar und Trianel brachten es auf mehr als einen Zuschlag für ihre Photovoltaik-Projekte.
Interview: Die Berliner Rechtsanwältin Margarete von Oppen analysiert die Ergebnisse der ersten Ausschreibungsrunde für Photovoltaik-Freiflächenanlagen. Die Bundesnetzagentur hatte am Mittwoch die Ergebnisse veröffentlicht. Es sind 25 Zuschläge zu einem Durchschnittspreis von 9,17 Cent je Kilowattstunde verteilt worden. Bürgergenossenschaften kamen nicht zum Zug.
Für chinesische Photovoltaik-Hersteller gelten derzeit in der EU Mindestimportpreise und Mengenbeschränkungen. Wenn es nach dem Willen von EU Prosun geht, werden diese auch noch eine Weile Bestand haben. Rödl & Partner hat nun im Auftrag der Initiative eine Checkliste zusammengestellt, worauf Käufer von Solarmodulen nicht-europäischen Ursprungs achten sollten, um keine Strafe zu risikieren.
Noch ist unklar, wer der große Gewinner der ersten Ausschreibungsrunde bei Photovoltaik-Freiflächenanlagen ist. Erste Stimmen dazu gibt es aber dennoch. Tenor: Für eine Bewertung, ob Ausschreibungen ein geeignetes Mittel zur Förderung der Photovoltaik und anderer Erneuerbarer sind, ist es eindeutig noch zu früh.
Die Behörde bezeichnet die erste Runde der Pilotausschreibungen als Schritt zu einem „echten Wettbewerb“. Insgesamt erhielten 25 Gebote einen Zuschlag. 170 Gebote waren bis zum Ende der Frist Mitte April abgegeben worden, aber nicht alle waren korrekt. Bei der Akteursvielfalt bleiben Fragen offen.
Die von Solarworld initiierte Initiative hat nun eine neue Beschwerde gegen die chinesischen Photovoltaik-Hersteller bei der EU-Kommission eingereicht. Bis September soll auch noch ein Antrag auf eine Auslaufprüfung folgen. Wenn Brüssel dieses Verfahren eröffnet, könnte sich das eigentlich zum 7. Dezember 2015 auslaufende Undertaking mit Mindestimportpreisen und Einfuhrbeschränkungen automatisch verlängern.
Das Bundesumweltministerium hat pv magazine seinen Gesetzentwurf zum Solarmodul-Recycling erläutert, der im März von der Bundesregierung verabschiedet wurde. Der Unterschied zwischen privaten und gewerblichen Betreibern von Photovoltaik-Anlagen ist bedeutend, aber nicht immer eindeutig.
Am Rande der Messe in Shanghai haben Vertreter von EPIA, SEIA, APVIA und CPIA symbolisch die Gründung eines globalen Photovoltaik-Verbands vorgenommen. Der Absichtserklärung müssen nun Taten folgen.
Am Mittwoch will die Initiative ihr weiteres Vorgehen in der EU bezüglich der auslaufenden Mindestimportpreise und Einfuhrvolumen für chinesische Photovoltaik-Hersteller erläutern. Den Vorstoß von EPIA bezeichnete EU-Prosun-Präsident Milan Nitzschke als peinlich.
Kommentar: Die SNEC in Shanghai gilt neben der Intersolar Europe als wichtigste Photovoltaik-Messe weltweit. pv magazine-Herausgeber Karl-Heinz Remmers kommentiert, warum die globale Photovoltaik-Industrie stärker zusammenarbeiten sollte und was man voneinander lernen könnte.