Bis 2020 könnte der Weltmarkt im optimistischen Szenario bis auf 90 Gigawatt jährlich neu installierter Photovoltaik-Leistung anwachsen. Allerdings ist diese Prognose mit einigen Unsicherheiten behaftet.
Der europäische Photovoltaik-Industrieverband beschloss Ende Mai die Namensänderung, um seiner neuen Mitgliederstruktur gerecht zu werden. Nun verabschiedete sich mit Solarworld einer der größten Photovoltaik-Hersteller in Europa aus dem Verband. Grund ist die Neupositionierung von Solarpower Europe im Handelsstreit, die Solarworld nicht mittragen kann und will. Baywa re hingegen unterstützt die neue Position für ein Auslaufen der Mindestimportpreise.
Im Mai ist der Überschuss leicht gesunken. Dennoch beträgt das Plus auf dem Konto der Übertragungsnetzbetreiber weiterhin knapp 4,8 Milliarden Euro.
Ab sofort können sich Investoren in Photovoltaik-Freiflächenanlagen wieder um eine Lizenz bei der Bonner Behörde bewerben. Im Unterschied zur ersten Runde gilt diesmal das uniform-pricing-Modell, was zu insgesamt höheren Preisen führen könnte.
Das EU-Handelskommissariat kommt in einer Untersuchung zu dem Schluss, dass die drei chinesischen Hersteller gegen aktuell geltende Undertaking-Vereinbarungen verstoßen haben. Daher müssen die Unternehmen in der EU nun Importzölle zahlen. Canadian Solar kritisiert die Entscheidung, EU Prosun applaudiert und fordert eine Ausweitung der Untersuchungen.
Der europäische Photovoltaikverband Solarpower Europe richtet sich gegen jede Änderung bei der Mindestpreisregelung, durch die Modulpreise weiter steigen würden. Es steht im Raum dass ein neuer Index zur Bestimmung der Mindestpreise herangezogen wird. Bis 11. Juni können sich betroffene Parteien zu Wort melden und Einfluss nehmen.
Einem Medienbericht zufolge hat das Landgericht Frankfurt entschieden, dass die ehemalige Berater-Kanzlei Hengeler Mueller Honorare in Höhe von 4,5 Millionen Euro an den Insolvenzverwalter von Q-Cells zurückzahlen muss. Die Berater hätten damals trotz erkennbar auswegloser Situation ihre Mandate fortgesetzt und so hohe zusätzliche Kosten verursacht.
Der Deutsche Solarbetreiber-Club (DSC) hat Empfehlungen an die Politik formuliert, wie kleine Photovoltaik-Anlagen von unnötigen bürokratischen Hürden befreit werden können. Diese wurden auf der PV-Betreiberkonferenz 2015 an den Bayerischen Staatsminister Marcel Huber übergeben.
Solarworld reichte zuvor die entsprechende Beschwerde in Brüssel ein. Mit dem Verfahren soll geprüft werden, ob chinesische Photovoltaik-Hersteller die geltenden Importbedingungen umgehen, in dem sie ihre Waren über Taiwan und Malaysia einführten. Hersteller, die in diesen beiden Ländern eine Produktionsstätte betreiben, können sich bis Anfang Juli von den Zollmaßnahmen befreien lassen.
Interview: Unlängst haben in Deutschland einige Verbände gewarnt, dass die Bundesregierung ihr EU-Ausbauziel bei den Erneuerbaren verfehlen könnte. In Frankreich hingegen soll nun ein Gesetz zu Energiewende verabschiedet werden, dass sehr ambitionierte Ziele für den Zubau erneuerbarer Energien vorsieht. Ob dies die Initialzündung für die Photovoltaik und andere Erneuerbare in Frankreich wird, beantwortet Sven Rösner im pv magazine-Interview. Er ist Leiter des Pariser Büros des Deutsch-französischen Büro für erneuerbare Energien (DFBEE).