Es geht um die Auslegung der EEG-Umlagepflicht für selbst verbrauchten Strom. Seit der EEG-Reform 2014 ist dieser mit einer anteiligen EEG-Umlage belastet. Die Bagatellgrenze für Photovoltaik-Anlagen liegt bei zehn Kilowatt Leistung.
Bereits am Mittwoch ist die Kostendebatte zum EEG wieder eröffnet worden. Nun haben ist der Anstieg um drei Prozent auf 6,354 Cent pro Kilowattstunde im kommenden Jahr offiziell von den Übertragungsnetzbetreibern bestätigt worden. pv magazine hat die wichtigsten Reaktionen dazu zusammengetragen.
Erst kürzlich hob die Nationale Energiebehörde das Photovoltaik-Ausbauziel für dieses Jahr auf mehr als 23 Gigawatt an. Nun erklärte ein Vertreter der Behörde, dass China bis 2020 insgesamt etwa 150 Gigawatt Photovoltaik-Leistung installiert haben werde.
Erstmals gleichzeitig mit der Verkündung der EEG-Umlage für das kommende Jahr haben die Übertragungsnetzbetreiber auch ihre Erwartungen für die weitere Entwicklung des Ausbaus von erneuerbaren Energien vorgelegt. Bis 2020 sehen sie dabei keine deutliche Erholung des Photovoltaik-Marktes in Deutschland.
Die Übertragungsnetzbetreiber haben nun offiziell den Wert bestätigt, der am Mittwoch bereits durch verschiedene Medien ging. Die EEG-Umlage steigt damit im kommenden Jahr um 0,18 Cent pro Kilowattstunde oder drei Prozent nur leicht an.
In einer Studie werden diese Gebiete als restriktionsfrei für den Bau von Photovoltaik-Freiflächenanlagen eingestuft. Für Dachanlagen gebe es ein weiteres Potenzial von bis zu 150 Gigawatt installierter Photovoltaik-Leistung in Deutschland – hier ist aber entscheidend, inwiefern auch Solarthermie ausgebaut wird und wie viele Eigentümer investieren.
Michael Fuchs und Joachim Pfeiffer haben in der Vergangenheit keine Gelegenheit ausgelassen, das EEG zu kritisieren. Nun reagieren sie auf Medienberichte, wonach die EEG-Umlage 2016 wieder steigen wird und fordern endlich eine effektive Mengensteuerung beim Zubau von Photovoltaik, Windkraft, Biomasse & Co.
Am Donnerstag wird die Höhe der EEG-Umlage offiziell verkündet. Da sich nun ein erneuter Anstieg der Umlage abzeichnet, wird zugleich wieder die Debatte über die Kosten der Energiewende neu entfacht. Dabei zeigt der Artikel, dass ein mögliches Steigen der Strompreise insgesamt nur wenig mit dem Ausbau von Photovoltaik, Windkraft und Biomasse zu tun haben könnte.
Lokale Photovoltaik-Hersteller sollen chinesische Produkte als in Taiwan hergestellt umetikettiert haben, damit die bestehenden Mindestpreisbestimmungen und Einfuhrzölle in Europa umgangen werden. Namen der sieben taiwanesischen Hersteller werden nicht genannt, aber die Staatsanwaltschaft ermittelt. In der EU läuft dazu derzeit eine Untersuchung, um diese Umgehung der geltenden Bestimmungen künftig zu verhindern.
Bei den Eidgenossen ist der Photovoltaik-Zubau leicht rückläufig und wird sich nach Einschätzung von Experten auch im kommenden Jahr voraussichtlich nicht großartig weiterentwickeln. Dagegen herrscht in Österreich ein gewisser Optimismus, dass sich die neu installierte Photovoltaik-Leistung im kommenden Jahr positiv entwickeln wird. Die Alpenrepublik steht an der Schwelle von einem Gigawatt installierter Gesamtleistung.