Für dieses Jahr gehen die Experten von einem Photovoltaik-Zubau zwischen nur noch 1,2 und 1,4 Gigawatt in Deutschland aus. Auch für 2016 sehen sie wenig Anzeichen für eine Erholung des Marktes – der eher noch kleiner werden dürfte.
Das Netz kann bereits jetzt einen Teil des Solarstroms aus den installierten Photovoltaik-Kraftwerken im Land nicht aufnehmen. Trotzdem hat die Nationale Energiebehörde nun das Photovoltaik-Ausbauziel für dieses Jahr nach Medienberichten nochmals um 5,3 Gigawatt erhöht.
Am kommenden Donnerstag werden die Übertragungsnetzbetreiber die Höhe der EEG-Umlage für das kommende Jahr offiziell bekanntgeben. Vorab hat der Bundesverband Erneuerbare Energie bereits seine Berechnungen gemacht und geht von einer Erhöhung auf 6,39 Cent pro Kilowattstunde aus. Dafür sieht er vor allem zwei Gründe.
Solarpower Europe hat einen Brief von Abgeordneten aus verschiedenen Lagern des Europaparlaments veröffentlicht, in dem diese die EU-Kommission zum Auslaufen des Mindestimportpreises und der Einfuhrbeschränkungen für chinesische Hersteller auffordern. Sie begründen dies mit dem Einbruch der Photovoltaik-Nachfrage in Europa. Ein Argument, das man bei EU Prosun nicht gelten lassen will.
Staatssekretär Rainer Baake sprach sich am Rande einer Konferenz in Kapstadt für einen Umstieg Südafrikas auf erneuerbare Energien aus. Das Land habe dafür ein großes Potential. Die südafrikanische Regierung will allerdings auch die Atomenergie ausbauen.
In der dritten Runde in diesem Jahr werden nun noch einmal 200 Megawatt für Photovoltaik-Freiflächenanlagen ausschreiben. Stichtag für die Abgabe der Gebote ist der 1. Dezember. Erneut wird der Preis für den Solarstrom nach dem uniform-pricing-Modell ermittelt.
Derzeit befindet sich eine hochrangige Delegation um Bundeskanzlerin Merkel auf Besuch auf dem Subkontinent. Es ist unter anderem eine deutsch-indische Solarpartnerschaft vereinbart worden. Innerhalb der nächsten fünf Jahre will Deutschland bis zu einer Milliarde Euro dafür zur Verfügung stellen.
In den kommenden 15 Jahren könnte der Anteil von Photovoltaik, Windkraft und Biomasse an der Energieversorgung in Afrika bis auf 22 Prozent steigen. IRENA schlägt in ihrem Bericht 14 Maßnahmen vor, wie der Zubau erneuerbarer Energien auf dem Kontinent beschleunigt werden könnte.
Viele Verbände und Organisationen nehmen nun Stellung zu den Eckpunkten, die das Bundeswirtschaftsministerium für die EEG-Reform 2016 und die damit verbundene Umstellung der Förderung auf Ausschreibungen vorgelegt hat. BEE, Greenpeace und Naturstrom sehen übereinstimmend die Bürgerenergie in Gefahr.
Die Internationale Energieagentur geht in ihrem aktuellen Marktbericht davon aus, dass die Kosten für erneuerbare Energien weiter sinken werden und gerade in Schwellenländern in naher Zukunft verstärkt zum Einsatz kommen.