BEE prognostiziert Anstieg der EEG-Umlage für 2016

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Der Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE) hat seine Berechnungen für die weitere Entwicklung der EEG-Umlage vorgelegt. Für das kommende Jahr geht der Verband von einer Erhöhung von derzeit 6,17 auf 6,39 Cent pro Kilowattstunde aus. Die Hauptgründe für den weiteren Anstieg der EEG-Umlage, die 2015 erstmals seit ihrer Einführung leicht gesunken war, sind dem BEE zufolge der Ausbau der Offshore-Windkraft und die sinkenden Börsenstrompreise. Die 6,39 Cent pro Kilowattstunde sind dabei der erwartete Mittelwert. Die Bandbreite für die Entwicklung der EEG-Umlage 2016 gibt der BEE mit 6,2 bis 6,5 Cent pro Kilowattstunde an.

Beim Börsenstrompreis geht der Verband davon aus, dass er von derzeit 3,1 auf 2,9 Cent pro Kilowattstunde im kommenden Jahr sinken werde. Dies führt wiederum dazu, dass die Differenz zu den gesetzlich festgelegten Einspeisevergütungen für Photovoltaik, Windkraft, Biomasse und Co. größer werden und deshalb einen Anstieg der EEG-Umlage verursacht. Damit erhöht sich dieser Kostenblock. Auch bei der Offshore-Windkraft, die von der Bundesregierung stark gefördert wird, kommen erhebliche Summen an EEG-Zahlungen hinzu. Nach Schätzungen des BEE sind in diesem Jahr rund mehr als 1500 Megawatt an Offshore-Windkraft neu installiert worden; für das kommende Jahr sei von weiteren fast 600 Megawatt auszugehen. Ab 2020 rechnet der BEE damit, dass die Kosten für neu installierte Offshore-Windkraftanlagen um bis zu 30 Prozent zurückgehen. Bei der Photovoltaik nimmt der Verband an, dass in diesem Jahr 1200 Megawatt neu installiert werden und 2016 dann 1500 Megawatt.

Der BEE bekräftigte aber ebenfalls, dass die steigende EEG-Umlage durch die sinkenden Börsenstrompreise in etwa kompensiert werde. So könne der Strompreis für die Verbraucher weitgehend stabil bleiben. Gegenüber 2015 müsste die Summe aus Börsenstrompreis und EEG-Umlage sogar leicht sinken. „Der Srompreis kann 2016 auch dann stabil bleiben, falls die EEG-Umlage leicht steigt. Die seit Jahren sinkenden Strompreise an der Börse halten die Preiswaage für die Haushaltskunden im Gleichgewicht“, sagt Hermann Falk, Geschäftsführer des BEE.

Weitere Faktoren, die in die EEG-Umlageberechnung einfließen, sind die Industrieprivilegien und der EEG-Kontostand. Bei den Ausnahmen für die energieintensiven Industrien geht der BEE davon aus, dass das Entlastungsvolumen etwa auf dem Niveau dieses Jahres bleiben werde. So fallen voraussichtlich etwa 110 Terawattstunden unter die Besondere Ausgleichsregelung, bei der nur ein geringer Satz an EEG-Umlage gezahlt werden müsse. Zudem werde der industrielle Eigenverbrauch bei etwa 43 Terawattstunden liegen. Beim EEG-Kontostand rechnet der BEE mit einem Überschuss von 2,8 Milliarden Euro zu Ende September aus. Dieser Wert fließt in die Berechnung der EEG-Umlage ein und dürfte in den kommenden Tagen von den Übertragungsnetzbetreibern veröffentlicht werden. Diese geben dann am 15. Oktober auch offiziell die genaue Höhe der EEG-Umlage 2016 bekannt. (Sandra Enkhardt)

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