Baake in Südafrika: Atomkraft zu teuer, Kohle zu schmutzig

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„Wenn Sie teuren Strom haben möchten, kaufen Sie Atomreaktoren, wenn Sie schmutzigen Strom wollen, verbrennen Sie Kohle." Diesen Rat gab der deutsche Staatssekretär für Energie Rainer Baake am Rande der Erneuerbare-Energien-Konferenz SAIREC im südafrikanischen Kapstadt. Das Nachrichtmagazin Reuters hatte ihn gefragt, wie Südafrika am besten auf einen erhöhten Energiebedarf und sich vermehrende Stromausfälle reagieren solle. Wer saubere Energie haben will, die auf lange Sicht auch noch billiger ist, müsse auf ein System basierend auf erneuerbaren Energien umsteigen, so Baake weiter. 

Der Staatssekretär räumte allerdings ein, dass jedes Land seine eigenen Entscheidungen treffen müsse. Laut Reuters plant die Regierung Südafrikas Atomenergie-Anlagen mit einer Gesamtleistung von mindestens 9,6 Gigawatt zuzubauen. Die ersten 1.000 Megawatt davon sollen in etwa acht Jahren in Betrieb gehen können.

Laut einer Meldung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) betonte Staatssekretär Baake auf der SAIREC zudem, dass moderne erneuerbare Energien wie Wind und Solar in vielen Teilen der Welt schon heute wettbewerbsfähig seien. Erneuerbare seien daher kein Luxus, sondern fördern Innovationen und schaffen Beschäftigung in zukunftsorientierten Branchen. Insbesondere in Südafrika hätten erneuerbare Energien ein hervorragendes Potential. Die letzten Ausschreibungsrunden ergaben Preise in Höhe von 5,4 US-Dollarcents pro Kilowattstunde für Windstrom und 6,9 US-Dollarcents pro Kilowattstunde für Solarstrom. (Mirco Sieg)

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