China hebt Photovoltaik-Zubauziel 2015 auf 23,1 Gigawatt an

Die Nationale Energiebehörde (NEA) in China hat das Photovoltaik-Ausbauziel für 2015 um weitere 30 Prozent auf 23,1 Gigawatt angehoben. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Reuters mit Verweis auf lokale Medienberichte. Allerdings sind in China stehen schon jetzt ein Teil von neu installierten Photovoltaik-Kraftwerken still, da das Stromnetz in China nicht ausreichend ausgebaut ist, um den Solarstrom aufzunehmen. Etwa ein Zehntel des im ersten Halbjahr erzeugten Solarstroms habe deshalb nicht ins Netz eingespeist werden können. In der Theorie gebe es durch langfristige Stromabnahmeverträge eine Rendite von zehn bis 15 Prozent für Photovoltaik-Anlagen in China; in der Realität gebe es aber große Probleme mit der Fördergeldauszahlung und Modulqualität, meldet die Nachrichtenagentur weiter. Dies sorge für eine gewisse Zurückhaltung der Investoren.

Die Anhebung des alten, bereits erhöhten Zubauziels von 17,8 Gigawatt um weitere 5,3 Gigawatt, habe die NEA in der vergangenen Woche beschlossen, so die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua. Die meisten neuen Photovoltaik-Kraftwerke sollen demnach in den Provinzen Innere Mongolei, Hebei und Xingjiang entstehen. Nach den Vorgaben der NEA sollen die Photovoltaik-Projekte bis zum Jahresende komplett installiert sein und bis Ende Juni 2016 ans Netz angeschlossen werden.

Nach den bisherigen Veröffentlichungen der NEA hat China im ersten Halbjahr 7,73 Gigawatt Photovoltaik-Leistung neu installiert. Dies ist damit nur ein Drittel des erhöhten Zubauziels, weswegen die Behörde die Unternehmen zu einer Beschleunigung der Projektumsetzung im zweiten Halbjahr 2015 aufrief. (Sandra Enkhardt)