Optimismus und zufriedene Gesichter beherrschten die Gespräche und Prognosen auch im weiteren Verlauf der Solar Power International. Die Photovoltaik-Branche startet derzeit nach einem Tal der Tränen wieder voll durch, so die Botschaft aus Chicago.
Die Analysten von NPD Solarbuzz gehen davon auf, dass multikristalline Solarmodule im kommenden Jahr weiterhin den Photovoltaik-Markt dominieren werden. Die Hersteller von Dünnschichtmodulen werden hingegen an Boden verlieren. Die Produktionskapazitäten insgesamt könnten um 25 Prozent auf knapp 50 Gigawatt steigen.
Mit dem Erlös aus der größten Kapitalerhöhung der Unternehmensgeschichte soll in neue Wind- und Solarparks investiert werden. Ein Teil der neuen Aktien ging an institutionelle Anleger.
Während das Geschäft mit Silizium angezogen hat, sind die Verkaufszahlen bei Solarmodulen zurückgegangen. REC wird künftig mit zwei eigenständigen Unternehmen am Photovoltaik-Markt agieren. Der Verkauf der REC Solar wird zum Freitag wirksam. Im Zuge der Aufteilung wird auch die Führungsspitze bei dem Photovoltaik-Unternehmen neu besetzt.
Nach der Einigung mit den Banken wollen die beiden Tochtergesellschaften des Photovoltaik-Unternehmens nun das Schutzschirmverfahren verlassen. Die Centrosolar Group soll aber im Zuge eines Insolvenzverfahrens in Eigenregie saniert werden.
Die Kostenreduzierung treibt die Photovoltaik in den USA massiv an. Dies zeigte sich auf der SPI in Chicago deutlich. Viele Aussteller berichteten über ein hohes Besucherinteresse.
Der südkoreanische Mischkonzern hat sich in den vergangenen Jahren sukzessive in das Photovoltaik-Geschäft eingekauft. Nun verkündete Hanwha Solar One, dass Solarmodule mit einer Leistung von mehr als vier Gigawatt in 35 Länder weltweit ausgeliefert worden sind.
Im Zuge der ersten Transfergesellschaft konnten etwa ein Fünftel der ehemaligen Mitarbeiter des Photovoltaik-Herstellers in neue Jobs gebracht werden. Die EU stellte jüngst über einen Fonds weitere Millionen zur Verfügung, um die noch Arbeitssuchenden weiter zu qualifizieren.
Auf dem Dach der Firmenzentrale des Discounters in Dortmund wird künftig Solarstrom erzeugt, der das Gebäude und die LKW mit Energie versorgen soll. Belectric hat die 979 Kilowatt Photovoltaik-Anlage installiert, die zu den größten Eigenverbrauchsanlagen in Europa gehören soll.
Das Photovoltaik-Unternehmen hat durch ein Schutzschirmverfahren, wie es nun auch Centrosolar anstrebt, die Entschuldung geschafft. Nun musste Centrotherm aber bekanntgeben, dass die Ergebnisse in den kommenden zwei Geschäftsjahren doch wohl schlechter als erwartet ausfallen werden.