Eine Pilotstudie in der niederländischen Provinz Zeeland hat ergeben, dass Hausbesitzer, die ihre Photovoltaik-Anlagen während der Spitzenerzeugungszeiten vorübergehend abschalteten, zur Entlastung des Stromnetzes beitragen. Dies ergab eine Studie des Energieversorgers Eneco und des Netzbetreibers Stedin. Sie bezahlten Hausbesitzer auf den Inseln Tholen, Sint-Philipsland und Schouwen-Duiveland dafür, dass sie ihre Photovoltaik-Anlagen an sonnigen Tagen, wenn die lokale Solarstromerzeugung die Nachfrage überstieg, für kurze Zeit abschalteten.
Während des Pilotprojekts im August und September 2024 schalteten die Teilnehmer ihre Anlagen zehn Mal manuell ab. Die Ergebnisse zeigten, dass die Abschaltungen die Netzlast um bis zu 57 Prozent reduzierten.
In der Studie seien auch andere Möglichkeiten zur Entlastung des Netzes untersucht worden, darunter die Ermutigung der Kunden, mehr verfügbare Energie zu nutzen. Einige Teilnehmer luden zum Beispiel während der Abschaltungen Elektrofahrzeuge auf.
„Durch das Abschalten einer Reihe von Photovoltaik-Anlagen zu Spitzenzeiten oder die Erhöhung des Eigenverbrauchs ist es möglich, mehr Photovoltaik-Anlagen an das gleiche Netz anzuschließen“, so Eneco in einer Erklärung. „Weder die Tage, an denen die Anlagen abgeschaltet wurden, noch die Höhe der gezahlten Vergütung hatten einen großen Einfluss auf die Ergebnisse. Trotz des einfachen Charakters des Pilotprojekts waren die Motivation, die Umstellung und die Beteiligung hoch. Ob die Entschädigung als langfristige Lösung und für größere Gruppen von Teilnehmern funktioniert, wird weiter untersucht werden.“
Stedin plant, das Pilotprojekt in diesem Frühjahr auszuweiten und neben Eneco mit weiteren Energieversorgern zusammenzuarbeiten. Die nächste Phase wird sich auch auf umfassendere Ziele konzentrieren, darunter die Ermittlung von Anreizen und Vereinbarungen, die zur Förderung des Eigenverbrauchs erforderlich sind, und die Automatisierung von Steuerungen zur Vereinfachung des Abschaltvorgangs.
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Es werden mehr Elektroautos benötigt. Wenn diese automatisch und intelligent geregelt geladen werden werden die Netze ebenfalls stark entlastet. Die wenigsten müssen zwingend ihr Auto täglich laden. Manuelles Wegschalten von PV Anlagen kann nicht die Lösung sein.
Abgesehen davon, dass Akkus so günstig geworden sind, dass man auch größere Speicher zum Puffern nehmen kann.
Und bei Dunkelflaute bleiben halt einfach alle daheim
Da brauchen Sie ja nix abschalten 😜
(Wo wir schon bei guten Argumenten sind)
@bb: Quatsch, bei Dunkelflaute werden die Speicher entladen, sonst hätte es gar keinen Sinn sie überhaupt zu laden.
„Einige Teilnehmer luden zum Beispiel während der Abschaltungen Elektrofahrzeuge auf.“
Wie dämlich ist das denn? (Aus Sicht des Verbrauchers).
Klar… wenn zu viel Strom im Netz ist, muss dieser irgendwie verbraucht werden… darüber brauchen wir nicht Diskutieren. Aber warum sollte ich meine PV Anlage ABSCHALTEN und mein EAuto kostenpflichtig aufladen? Dann brauch ich mir auch kein EAuto kaufen. Der horrende Mehrpreis für ein EAuto holt die Einsparung nie raus.
Dann ist zwar der Netzbetreiber auf seiner Hängematte beruhigter unterwegs weil er keine Investitionen leisten muß (z.B. Batterie etc)… aber auf Kosten des Klimas.
Hier in diesen Fall haben die Pilot-Verbraucher zwar ein Entgelt (wie viel eigentlich?) bekommen…. aber das wird ja vermutlich nicht (später) Landesweit angeboten.
Also soll mal wieder der Verbraucher zurückstecken damit der Netzbetreiber nicht machen muß… oder verschlafene Investitionen nun nachholen kann. Vermutlich Kalkül. Häufig springt ja dann der Gesetzgeber ein und gibt Millionen frei um das Problem aufzufangen. :-/
Mein Gott: Weniger „ich“ mehr „WIR“ tut Not…. Es wird Ihnen nix weggenommen…
Wenn Sie an den Artikel unvoreingenommen herangehen werden Sie lesen, dass diese Verbraucher in den Spitzenerzeugungszeiten den Eigenverbrauch erhöht haben, indem sie Ihre E-Fahrzeuge geladen haben – aus eigenem Solarstrom.
Und in der Dunkelflaute werden die E-Fahrzeuge halt möglichst wenig geladen, bzw. die Ladung dann MÖGLICHST in Zeiten stärkerer Erzeugung verschoben wird. Und ja, für den verbleibenden Strombedarf müssen die ausreichend vorhandenen Reservekraftwerke angeworfen werden.
PV Anlagen abschalten ist tatsächlich die dümmste Art mit schwankender Erzeugung umzugehen 🙈 Gebraucht werden Elektroautos, Hausspeicher und dynamische Strompreise. Damit können diese Erzeugungsspitzen dann sinnvoll genutzt und unschädlich gemacht werden😁
Dämlich scheints auch mir zu sein:
Warum überhaupt eine solche aufwändige, Zeit und Kosten fressende Studie ?!?
Dass derartige Abschaltungen entsprechend Nutzen bringen, dafür brauchts wohl weder besondere Intelligenz noch „Studien“ ?!
Und ES lässt und liesse -und lässt- sich schon längst mit relativ einfacher Technik relativ automatisch sinnvollst regeln ! ! !
Mein Fazit: Hier gings wohl mehr um Beschäftigungs-Therapie als um Logik, Techik, Umwelt !?!
Ja, das sehe ich genauso. Die Netzbetreiber sind die Bremser und für die Engpässe verantwortlich.
Die Regierung zahlt zu allem Überfluss denen auch noch immense „Kostenbeteiligungen“.
Wer hat denn die Hand drauf bei den Netzen? Dieselben Konzerne, die sich schon seit jeher als Monopolisten aufführen dürfen.
Meines Erachtens gehören die Netze als kritische Infrastruktur in öffentliche Hände. Es kann nicht sein, dass durch Privatisierung von wichtiger Infrastruktur Molopole und Oligarchie entstehen!
Straßen sind staatliche Infrastruktur, das ist normal? Warum nicht auch die Versorgungsnetze?
Gerade die Energiemultis haben uns doch in den letzten Jahrzehnten in die Abhängigkeit von Russland getrieben.
Nur weitgehende Dezentralisierung der Energiewirtschaft macht uns weniger abhängig und dient nebenbei der Umwelt.
Hab mir eine XXL -Balkonsolaranlage gekauft. Da ich ein sozialer Erwachsener bin , habe ich diese maximal netzdienlich installiert. Ich habe die BSA unausgepackt in die dunkelste Ecke des Kellers gelegt , und eine schwarze Decke darüber geworfen. Zusätzlich habe ich die Neonröhren im Keller rausgenommen, und die Lichtschächte abgedeckt.So habe ich sichergestellt , dass ich das Stromnetz nicht mit meiner BSA belaste…
**Die obigen acht Zeilen sind Satire!**
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Ich glaube, dass man ohne ein hartes Geld/Zeit – Konzept als Fundamentsäule nicht mehr mit dem Stromchaos klarkommen wird .
Konzepte könnten sein :
A: Für alle Verbraucher kostet Strom 0,20 EUR/kWh für die nächsten 15 Jahre. BEV laden ist grundsätzlich kostenfrei, egal an welchem Standort.
B: Die Erneuerbaren Energien dürfen maximal 95% des tagesaktuellen Strombedarfs in Echtzeit decken. Die Strommengen darüber werden in Wasserstoff ,E-Gas oder E-Fuels umgewandelt.
C: Deutschland wird 24/365 Stromexportland, und innerhalb Deutschlands kostet der Strom 0,07 Euro/kWh.
….Diese Konzeptideen sind als „Metaphern“ zu verstehen. Die Grundidee eines „harten Konzepts“ ist , dass man ein Fundament hat auf welchem man die Energiezukunft aufbauen kann. Die einen werden daran verdienen, und die anderen werden aufgeben.
B:
Erst subventionieren und dann noch bezahlt werden für abschalten. Soweit sind wir inzwischen auch noch. Es kommt jedes Jahr ein Kostenblock dazu, nichts läuft mehr von alleine, ohne das irgendwer die Hand aufhält.
So wird das nichts werden.
Hier verwirren mich die verwendeten Begriffe. Die Netzlast ist die Summe der Verbraucher. Solar ist kein Verbraucher und kann damit demzufolge die Netzlast nicht ändern.
Was sich ändern könnte, ist die Auslastung der Verbindung zur Insel, welche dann weniger Strom zum Festland liefert. Damit sind diese Ergebnisse nur sehr bedingt auf den Rest des Netzes anwendbar. Zudem ist es mehr als fragwürdig, ob das sinnvoll ist, weniger Strom zu liefern.
Der Verbrauch und die Einspeisung müssen in Balance sein. Wenn ich Erzeugung raus nehme, muss ich auch Verbraucher herausnehmen und umgedreht. Einzig die Festlandsverbindung kann hier als Verbraucher zum Inselnetz funktionieren. Deren Auslastung zu senken wäre ein fragwürdiger Erfolg.
Welcher Teil des Netzes ist hier entlastet worden?
Die Lobby der Photovoltaik Betreiber ist so stark, dass sie selbst dafür bezahlt werden, wenn sie keinen Schaden anrichten.
Radlcaesar
Du erwartest doch auch bezahlt zu werden, wenn du Leistung erbringst? Oder nicht? Ich hätte reichlich Bedarf für kostenlose Leistungserbringung deinerseits.
Abregeln bedeutet negative Anreize schaffen.
Viel besser wäre doch zu sagen, wenn jemand eine per Smartmeter steuerbare Last anbietet (z.B. einen Heizstab), dann bekommt er, sobald Energieerzeugungsanlagen im Netzgebiet abgeregelt werden, seinen Strom zu 4 Cent vom Netzbetreiber geliefert. Die 4 Cent gehen in diesem Fall direkt auf das EEG Konto.
Da dies meist Strom ist, den der Staat eh zahlen muss, ob abgeregelt oder nicht, entstehen so weniger Verluste. Für Strom aus einer neuen 2025+ Freiflächenanlage, würde der Staat weniger als einen Cent zuzahlen.
Einfaches Konzept ermöglicht Menschen ohne EE Anlage sich an der Energiewende zu beteiligen.
Allein der Gedanke: Ich kaufe einen Tauchsieder und lade damit ein E-Fahrzeug zum schmalen Preis klingt ganz anders als ‚Verbrennerverbot‘.
Den Ideen sind keine Grenzen gesetzt. Dies ist aber bitter nötig, um den zweiten Teil der Energiewende in Gang zu bekommen. Statt Substrat für Biogasanlagen zuzukaufen und durch halb Deutschland zu karren, würde man im Sommer die Fernwärme mit Strom einfach zum halben Preis produzieren oder spart sich die Investition in eine Solar-Thermie-Anlage und schwup di wup reicht das Substrat für eine weitere Biogasanlage.
Netzbetreiber haben einen wichtigen Grund, den Netzausbau zielgerichtet voranzutreiben. Wird dieses Ziel verfehlt, ist dies aber auch kein Beinbruch.
Steuerbare Lasten entstehen dort, wo es viel Überschüsse geben wird und reduzieren damit teure Fernübertragungleitungen. Steuerbare Lasten kappen die Spitzen und tragen somit zu einer besseren Auslastung bei.
Steuerbare Lasten ermöglichen zusätzliche EE Kapazitäten und tragen damit zur Versorgungssicherheit bei.
Das BEV auf dem Land wird zum Nobrainer, was bisher, wie ich mir hab sagen lassen, völlig unmöglich ist.
Das Windrad oder die Freiflächenanlage in der Nachbarschaft bekommt einen neuen Stellenwert.
Was in Zeeland von Hand ausprobiert wurde, ist hierzulande bei PV Anlagen größer 30 kW doch längst möglich. Ein Rundsteuerempfänger kann bei Bedarf die Leistung größerer PV Anlagen in Stufen bis auf 0 reduzieren.
Meine Botschaft aus dem Artikel ist, dass wir in D hier endlich mal gut vorgesorgt haben mit einer der vielen Bestimmungen zum Netzanaschluß.
Jetzt stelle man sich doch mal vor, DE kommt mit dem Rollout vom iMsys aus dem Dornröschenschlaf
Dann via einem ordentlichen HEMS Eigenverbrauch und Einspeisung steuern.
Kann man sich viel Bumsdings wie RSE & Co sparen, und das in allen Leistungsklassen.
Win-Win für alle Beteiligten.
Elektroautos könnten wunderbar zu Spitzenzeiten geladen werden. Wenn man aber auswärts 80 Cent pro kWh bezahlt, ist die Motivation dazu sehr gering, es wird also abends an der eigenen Wallbox geladen.