von ees News
Italien ist der attraktivste europäische Batteriespeichermarkt, so Aurora Energy Research, gefolgt von Großbritannien und Deutschland. Die drei führenden Märkte werden in der vierten Ausgabe von Aurora Energy Researchs „European Battery Markets Attractiveness Report“ genannt, der am Montag veröffentlicht wurde. Darin werden 28 Märkte auf ihre Attraktivität für Energiespeicher untersucht. Die Analysten kommen zu dem Schluss, dass Italien mit seinem Ziel von 50 Gigawattstunden Batteriespeicherkapazität bis 2030 und der Öffnung von Nebenmärkten an der Spitze liegt.
Im Vereinigten Königreich schätzen die Aurora-Analysten, dass sich die installierte Speicherleistung im britischen Stromnetz bis 2030 mehr als verdoppeln wird, nämlich von 4,3 auf 10,6 Gigawatt. Nordirland ist zusammen mit Irland Teil des Integrierten Elektrizitätsbinnenmarkts (I-SEM). Nach Analyse von Aurora hat Deutschland den Binnenmarkt I-SEM überholt und ist nun der drittattraktivste Markt für Investitionen in Batteriespeicher, was auf die „starken Marktaussichten“ und die „ehrgeizigen“ Ziele für erneuerbare Energien zurückzuführen ist. Belgien, Ungarn und Griechenland stuft der Bericht als aufstrebende „Hotspots“ für Investoren in kleine Energieanlagen ein.
Für Europa insgesamt prognostiziert Aurora Energy Research eine Verfünffachung der netzgebundenen Speicherleistung auf 55 Gigawatt bis 2030, gegenüber 10,3 Gigawatt, die Aurora im Oktober 2024 verzeichnete. Die längerfristige Projektion des Batteriemarktberichts geht von 126 Gigawatt netzgebundener Batteriespeicherleistung in Europa bis 2050 aus. Aurora schätzt, dass diese Kapazitätserweiterungen plus Repowering-Projekte eine Investitionsmöglichkeit von 100 Milliarden Euro bis 2050 darstellen werden.
Eva Zimmerman, Senior Associate Flexible Energy Pan-European Power Markets bei Aurora sagte, dass der europäische Markt für netzgekoppelte Energiespeicher weiterhin stark ist und die Investitionspipelines „aufgrund vielversprechender Möglichkeiten“ wachsen. Sie fügte jedoch hinzu, dass die Batteriemärkte eine komplexe Umsatz-Kosten-Dynamik aufweisen und dass sich die europäischen Märkte in Bezug auf Größe, Umsatzströme und Risikoniveau unterscheiden. „Dies wird deutlich, wenn man sogar unsere Top-Märkte Italien und Großbritannien vergleicht“, sagte Zimmerman. „Während Italien Möglichkeiten bietet, als Entwickler auf der Suche nach Greenfield-Projekten in den Markt einzusteigen, ist die Pipeline in Großbritannien voll und daher nur für Investoren in weiter fortgeschrittene Projekte attraktiv.“
Jörn Richstein, Forschungsleiter für paneuropäische Strommärkte, ergänzte, dass Batteriespeicher zwar eine entscheidende Rolle bei der Unterstützung des Energiesystems spielen werden, wenn der Anteil der erneuerbaren Technologien im Erzeugungsmix wächst, dass aber Unsicherheit darüber besteht, welche Flexibilitätsvorkehrungen genau erforderlich sein werden. „Welche Art von Flexibilitätsbereitstellung benötigt wird und welche Einnahmemöglichkeiten bestehen, entwickelt sich im Laufe der Zeit. Dies macht diesen Markt zu einer großen Herausforderung und erfordert ein umfassendes Verständnis der zukünftigen Entwicklungen des lokalen Strommarktes“, so Richstein.
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Da haben sich wohl viele „kluge Leute“ damit beschäftigt , etwas fest-zu-stellen. Ok.
Aber warum diese halbgare Magersuppe dann einfach nur auftischen ?!
Der -für kluge, zukunftsorientierte Mitarbeiter, an denen es Aurora hoffentlich nicht zu sehr mangelt-
logisch bis notwendig folgende Abschluss einer solchen im luftleeren Raum stehenden Feststellung
besteht doch wohl darin
die jeweiligen spezifischen Ursachen zu ergründen
und anschliessend an sinnvoller -und für Aurora profitabler- Zukunftsgestaltung mit-zu-wirken ?!
Bereits jetzt gibt es Speichersysteme, die sich aufgrund der auch weiterhin bestehenden Schwankungen der Börsenstrompreise innerhalb von 4-5 Jahre amortisieren. Daher wird der Ausbau der Speicherkapazitäten wohl höher sein, als der Ausbau von PV- und Windkraftanlagen. Für die nächsten Jahre ist daher eher mit über 10GWh pro Jahr zu rechnen. Dazu kommen noch die vielen kleinen privaten und gewerblichen Speicher, da diese zusammen mit den gefallenen PV-Preisen den Strom unschlagbar günstig produzieren. Und das rund um die Uhr.