Im Zuge der Beratungen des Bundestages über eine Novelle des Baugesetzbuches fordert der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) eine Aufnahme von großen Solaranlagen und Batteriespeichern. Deren Privilegierung sei notwendig, um lange Planungs- und Genehmigungsprozesse zu beschleunigen, so der Verband. „Die Genehmigungsprozesse für ebenerdig errichtete Photovoltaik-, Solarthermie- und Speicherprojekte sollten beschleunigt werden, wie das bei anderen Energietechnologien bereits geplant oder der Fall ist“, erklärt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW-Solar. Er spielt damit auf einen separaten Gesetzentwurf an, wonach die Bundesregierung die Genehmigungsverfahren für Geothermie-Anlagen, Wärmepumpen und Wärmespeicher vereinfachen will, um so eine klimaneutrale Wärmeversorgung zu beschleunigen. Dieser Entwurf war in erster Lesung am Mittwoch im Bundestag beraten und an die Ausschüsse überwiesen worden. Analog dazu auch das Prozedere beim Baugesetzbuch, was am Donnerstag auf der Tagesordnung des Bundestags stand.
Der BSW-Solar empfiehlt, im Paragraf 35 des Baugesetzbuches eine Privilegierung für große Photovoltaik-Kraftwerke und Batteriespeicher, aber auch für kleinere Freiflächenanlagen bis einem Megawatt Leistung, Agri-Photovoltaik und Freiflächen-Solarthermie aufzunehmen. Bei der Photovoltaik sei eine Teilprivilegierung für bestimmte Anwendungsfälle, insbesondere die Agri-Photovoltaik-Anlagen sinnvoll. Bei kleineren Freiflächenanlage wird nach Ansicht des Verbands damit die Genehmigungsbürokratie vermieden und die Akteursvielfalt gestärkt. Gleichzeitig würde eine solche Änderung die kommunalen Verwaltungen entlasten.
Bei Groß-Batteriespeichern argumentiert der Verband mit der Dringlichkeit des Zubaus. Sie seien notwendig, um mehr Flexibilitäten im Strommarkt im Zuge der Energiewende zu schaffen. „Für den notwendigen, aber noch zu geringen Ausbau von Großbatteriespeichern braucht es jetzt einen Ausbaubooster“, sagte Körnig.
Bei den Solarthermie-Kraftwerken verweist der BSW-Solar auf den Preis. Mit ihnen ließe sich erneuerbare Wärme für fünf Cent pro Kilowattstunde erzeugen. Sie seien damit elementar für die Wärmewende. Aktuell werde die Projektentwicklung der Freiflächen-Solarthermie aufgrund der Ortsgebundenheit zu Wärmenetzen und langwierigen Genehmigungsprozessen jedoch massiv erschwert und verzögert. Im Falle der Beseitigung regulatorischer Hürden könnten Stadtwerke, Genossenschaften und andere Wärmenetzbetreiber deutlich mehr Anlagen realisieren. Die Genehmigungsprozesse ließen sich nach einer Analyse im Auftrag des BSW-Solar mit Hilfe einer Privilegierung um ein bis zwei Jahre verkürzen. Bestenfalls ließe sich der Planungsprozess für neue Anlagen somit halbieren.
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So etwas wie das Gesetz zur Beschleunigung des Einsatzes verflüssigten Erdgases (LNG-Beschleunigungsgesetz – LNGG) von 2022?
Solar ist eben kein Erdgas.
Oder so etwas wie das Wasserstoffbeschleunigungsgesetz?
„Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz Robert Habeck: „Eine leistungsfähige Wasserstoffinfrastruktur ist von entscheidender Bedeutung für die Dekarbonisierung der Industrie, die Wasserstoffleitungen werden die Lebensadern der Industriezentren sein. Die Zeit dafür drängt.“
Wasserstoff wird schließlich überwiegend aus Erdgas hergestellt.
Kann nicht mal Jemand Erdgas-betriebene Solarmodule erfinden?
Da wären wir sowas von fix ganz vorn dabei. Geil, es brennt wieder was, alle hin!
Doch nicht? Ööööö, langweilig.
Die Privillegierung ist schon eine Erleichterung, aber was bringt es an Zeitgewinn, wenn der Betreiber im Juni das Baugesuch einreicht und dann ein Artenschutzrechtliches Gutachten benötigt. Das geht dann im Folgejahr von Februar bis September. Bis dass dann fertig ist, sind auch mehr als eineinhalb Jahre um.
Wie sieht es mit dem Flächenverlust bei AgriPV aus, wenn die Behörden zusätzliche Bepflanzungen wie Hecken etc. oder weitere Ausgleichsflächen für Feldlerchen verlangen? Usw.
Eigentlich ist es gar nicht so schwer sich mal einen ganzen Genehmigungsprozeß einer FF PVA (egal ob Agri PV oder eine andere) anzusehen und etwas verabschieden wo Hand und Fuß hat, sprich nicht nur ein kleiner Bereich verändert (Privillegierung) aber der ganze andere Bürokratieberg bleibt wie es war. Es gibt auch immer noch genüg Behörden die ein Blendgutachten anfordern (Hinweis; es sind blendarme Module zu verwenden reicht aus. Es gibt eh keine Module die gar nicht spiegeln)
Wenn es wirklich schnell gehen soll, dann gehört zur Privillegierung des Baurechts auch die anderenThemen wie Artenschutz /Umweltschutz , der vorbeugende Brandschutz, die Bestimmungen der Regionalverbände etc. dazu
Also bitte einmal die ganzen Amtsstuben von A bis Z ausmisten. Bürokratieabbau ohne Begrenzung/Reduzierung von anderen Forderungen/Beteiligungen geht nicht. Es bringt nichts den Antrag digital an die Behörden zu versenden und die benötigen dann Monate für zig Gutachten und Stellungnahmen
Moin.
Wenn fast alle Dächer in Mittel- und Süddeutschland mit hübschen Solarschindeln bedeckt wären , bräuchte man keine Freiflächen- und Agri-PV. Mit den herkömmlichen XL bis XXL PV-Modulen ist eine 91 % – Bedeckung der Dächer in Süddeutschland unmöglich. Aus Platzgründen erstens , und weil es einfach fürchterlich gruselig aussehen würde . RWE , E.ON und EnBW sollten per Gesetz ein Zugriffsrecht auf die Dächer der BRD bekommen , um dort Stromkraft zu erzeugen. Im Gegenzug darf die Eigentümerin bestimmen, dass das Dach vollständig mit ästhetischen und funktionalen Solardachziegeln belegt wird . Aus meiner Sicht ist es stilistisch unzumutbar, bis an das Ende aller Tage XXL- PV- Module auf eine vorhandene Dacheindeckung aus Tonziegeln zu montieren . Echte Solar-XS -Schindeln sind zugleich Dachhaut und Stromkraftwerk. Letztlich sollten sich die Hersteller von
von Tondachziegeln auch Solardachschindeln ins Produktionsprogramm aufnehmen . Neubauten sollten generell verpflichtend mit Solardachschindeln belegt werden. Die großen Energiekonzernen haben natürlich ganz andere Möglichkeiten sich günstige Kredite für Batteriespeicher, Wärmespeicher, Kältespeicher und
Lagespeicher zu besorgen. Die großen Energiekonzerne könnten mit den riesigen Strommengen von den Dächern viel besser umgehen als die kleinen Privateigentümerinnen. Eventuell könne die bei Bedarf abgeschaltet werden.
Willkommen in der DDR
Bei Solardachziegeln ist die Flächeneffizienz aufgrund der Lücken schlechter als mit großflächigen Modulen. Über Ästhetik lässt sich trefflich streiten. Wer hat eigentlich festgelegt, dass Flächen aus gebranntem Ton etwas besonders schönes sind? Es ist eine Frage dessen, was man damit assoziiert. Mit Solarmodulen assoziieren wir moderne Technik, mit Dachziegeln alte Gemütlichkeit. Wenn wir auch nur 1 Mrd Menschen auf der Erde hätten, wie vor 100 Jahren, dann wäre es einfacher, gemütlich zu sein.
Ich freue mich immer, wenn ich von Süden auf unser Dorf zufahre, und die vielen Solardächer sehe. Da denke ich dann: „Sauber“. Und alle haben Strom, um ihre Computer zu betreiben und anderes dazu.
Christian Erich Mäder schreibt: Die großen Energiekonzerne könnten mit den riesigen Strommengen von den Dächern viel besser umgehen als die kleinen Privateigentümer. Eventuell könne bei Bedarf ABGESCGHALTET werden !
Und hier schon wieder das Problem mit der Abschaltung und den großen Konzernen lieber Christian.
Zukünftig richtig ist ein Kommunales-Dezentrales-Energie-Kreislauf-System. Dieses in Verbindung mit den Bürger Dächern, einem PV Park, einer Bezirks- Speicheranlage, Kleinwindkraft, und einem Elektrolyseur zur Umwandlung in grünem Wasserstoff. Denn da muss nichts abgeschaltet und Energie verpufft werden. Und dieses System gehört in die Hände der Stadtwerke. Der Bürger bekommt das ganze Jahr von den Stadtwerken dafür einen guten Strompreis, da dieser sich ja im Gegenzug das komplette Dach mit PV eindecken lässt. ( Besonders effektiv bei Neubauten-Solar-Komplett-Dach ohne Pfannen )
Denn der Bürger produziert ja im Sommer entsprechend Überschuss, welcher sich von den Stadtwerken in Form von Grünem Wasserstoff sehr gut an die Industrie vermarkten lässt. Somit ist das öffentliche Netz nicht mehr durch Überschuss-Energie belastet, und die großen Konzerne lieber Christian haben genug damit zu tuen, unsere Stromfressende Industrie mit günstigem Strom zu versorgen. ( Schaffen die das überhaupt ? )
Denn der Strom des kleinen Bürgers soll eben nicht den großen Konzernen zu gute kommen, sondern den Kommunen und Bürgern selber. Zumal die großen Konzerne fast 90% ihrer Geschäfte bereits im Ausland machen. ( Wo knallt die Sonne ständig auf diesem Globus ? )
Also braucht es eine zukünftige Regierung, welche das Problem erkennt, und dazu entsprechende ÜNBÜROKRATISCHE Genehmigungen und Förderungen für die einzelnen Kommunen umsetzt.
Und noch ein weiterer Vorteil von diesem System ist : Stell dir vor es ist noch kein Krieg hier in Deutschland, aber es es gibt Terror-Anschläge auf große Stromerzeuger an der Küste, an Umspannwerken, oder auch an ( für mich überflüssigen ) Konvertoren. Dann ist mit einem mal der Ofen überall aus. Darum auch hier die Devise: Strom dort erzeugen wo er gebraucht wird, und das an möglichst vielen unabhängigen Dezentralen Punkten. Es müssen auch nicht immer Anschläge zum Ausfall führen, denn jede große Anlage hat auch gelegentlich techn. Probleme welche gelöst werden müssen, geschweige denn Ausfall durch Naturkatastrophen ( Blackout usw. ) Und dann ist man froh, das in Zukunft eben nicht gleich alles ausfällt, sondern Dezentral im Ort noch was geht.
Auch darüber sollten sich zukünftige Regierungsmitglieder einmal Gedanken machen.
Denn Dezentral ist einfach Genial !!!