Tesvolt liefert 65 Megawattstunden-Batteriespeicher an EWR

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Der Bau von großen Batteriespeichern nimmt in Deutschland deutlich Fahrt auf. Nun vermeldete Tesvolt den bislang größten Auftrag seiner Firmengeschichte. Es werde ein Speichersystem mit 30 Megawatt Leistung und 65 Megawattstunden Kapazität an EWR liefern. Der lokale Energieversorger will das Projekt in Worms gemeinsam mit seinen Partnern Timbra und W Power umsetzen. Der Speicher werde an ein angrenzendes Umspannwerk angeschlossen und 2025 in Betrieb gehen, teilte EWR mit.

Tesvolt wird nach eigenen Angaben die Projektentwicklung unterstützen. Das Unternehmen aus Wittenberg liefere und installiere das Großspeichersystem. Nach der Fertigstellung werde es Service und Wartung des Kraftwerks übernehmen. „Wir sind außerdem stolz, dass mit diesem Kraftwerk deutlich mehr erneuerbare Energie ins Netz kommt, weil Photovoltaik- und Windparks entsprechend weniger abgeregelt werden müssen“, erklärte Daniel Hannemann, CEO und Mitgründer von Tesvolt. Bereits aktuell gingen weitere Speicherkraftwerke mit Tesvolt-Batterien mit einer Kapazität von mehr als 40 Megawattstunden in Deutschland und Schweden in Betrieb.

Der Speicheranbieter betonte weiter, dass er für eine gute Rentabilität über die gesamte Lebensdauer auf qualitativ hochwertige Batteriezellen von Samsung SDI setze. Die Lithium-NCA-Zellen, die in den Großspeichern verbaut sind, haben demnach eine höhere Energiedichte und einen überdurchschnittlich hohen Wirkungsgrad im Vergleich zu den üblichen LFP-Zellen. Auch die Lebensdauer nach Vollzyklen sei länger. „Beim Energy Trading lässt sich mit der NCA-Technologie eine höhere Entladetiefe nutzen und der Speicher kann, durch die erhöhte Lebensdauer, über einen längeren Zeitraum Erlöse erwirtschaften“, sagte Philipp Schreiber, Technischer Projektmanager bei Tesvolt.

Zudem verfolgt das Unternehmen ein spezielles Sicherheitskonzept für seine Batteriezellen und beim Brandschutz des Systems. Im Großspeicher erkenne ein aktives Brandschutzsystem Überhitzungen bereits auf Zellebene und stoppe sie automatisch durch das Einspritzen von Brandlöschmittel. Das System sei nach Normen in den USA und Europa zertifiziert.

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