Lichtblick setzt auf Photovoltaik, Windparks und Speicher

Lichtblick-Zentrale in Hamburg

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Lichtblick blickt auf ein gutes Geschäftsjahr 2023/2024 zurück. Der Umsatz stieg – begünstigt durch hohe Strom- und Gaspreise – von 1,33 auf 1,64 Milliarden Euro, wie das Hamburger Unternehmen am Dienstag veröffentlichte. Sein Geschäftsjahr endete am 31. März 2024. Auch der Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) erhöhte sich und erreichte 69,4 Millionen Euro. „Die Auswirkungen der Energiekrise waren im letzten Jahr erneut ein Stresstest für die Energiebranche – auch für unser Unternehmen“, kommentierte CTO Tanja Schumann die Zahlen. „Trotzdem konnten wir die Transformation vom Ökostrom-Pionier zum integrierten Versorger mit großen Schritten weiter vorantreiben.“ Für die nächsten Jahre sei Lichtblick gut aufgestellt und wolle weiter wachsen.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr seien neue Geschäftsfelder durch Übernahmen und Partnerschaften erschlossen worden. Dabei stand der Aufbau unternehmenseigener Assets im Fokus. Lichtblick übernahm Solargrün, einen Photovoltaik-Projektierer aus Rheinland-Pfalz. Auch erhöhte das Unternehmen seinen Anteil an dem Windprojektierer Eventus auf 50 Prozent und gründete nun im Juni das Joint Ventures Gigacharge mit dem Entwickler Energisto aus Bayern. Gemeinsam sollen große Batteriespeicher realisiert werden. Mit dem Mutterkonzern Eneco und Corre Energy will Lichtblick außerdem 2027 den ersten Druckluftspeicher in Deutschland ans Netz bringen.

Nach der Übernahme des Geschäftsbereichs von Eneco bietet Lichtblick seit dem Frühjahr 2023 auch Ladelösungen für Unternehmen und Stadtwerke an. Zentral sei dabei der „High Power Charging as a Service“, bei dem ohne eigene Investitionskosten die Kunden mit Schnellladern mit bis zu 300 Kilowatt Leistung ausgerüstet würden. Zum Ausbau der eigenen Montagekapazitäten übernahm Lichtlick Installion, das in der Tochtergesellschaft Energy as a Service integriert ist. Mit der „StromWallet AI“ biete das Unternehmen dabei sogar eine Vermarktung des Solarstroms auf Bais von Viertelstundenpreisen an. Die Flexibilitätslösungen würden dabei gemeinsam mit der Lichtblick-Tochter ison entwickelt. Zusammen mit SMA werde auch ein dynamischer Stromtarif angeboten.

Mit Blick auf die Zukunft hieß es, dass die Wärmewende nun weiter vorangetrieben werden soll. So sei der „schrittweise Ausstieg aus dem Erdgas-Vertrieb“ für die kommenden Jahre geplant. „Wir bauen zugleich unser Angebot an klimafreundlichen Wärmelösungen aus“, so Schumann. Hintergrund dafür ist das das Ziel von Eneco und Lichtblick, das Unternehmen bis 2035 klimaneutral zu machen. Im Kalenderjahr 2023 lag der CO2-Fußabdruck von Lichtblick noch bei 561.000 Tonnen. „In unserer Klimabilanz schlägt vor allem der Gasverbrauch unserer Kunden zu Buche.“ Bereits aktuell stehe den Kunden allerdings auch ein 100 Prozent Biogas-Tarif zur Verfügung.

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