EDP Renewables und Lhyfe vereinbaren Photovoltaik-PPA für die Wasserstoffproduktion in Deutschland

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EDP Renewables hat seinen ersten PPA in Deutschland vereinbart. Wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte, wurde der Stromabnahmevertrag mit Lhyfe über Kronos Solar EDPR abgeschlossen. Lhyfe ist ein französisches Unternehmen für die Produktion von grünem Wasserstoff. Kronos Solar EDPR wird Lhyfe demnach 15 Jahre lang mit Strom aus einem 55-Megawatt-Solarprojekt versorgen, das voraussichtlich im Jahr 2025 im thüringischen Meuselwitz ans Netz gehen wird. Die Anlage soll jährlich rund 58 Gigawattstunden erneuerbare Energie erzeugen, die Lhype nutzen will, um seine künftigen Produktionsstätten für grünen Wasserstoff mit sauberer Energie zu versorgen.

In Baden-Württemberg und in Niedersachsen baut Lhyfe zurzeit zwei Fertigungsstätten mit einer maximalen Gesamtproduktionskapazität von acht Tonnen grünem Wasserstoff pro Tag und hat auch Pläne für Mecklenburg-Vorpommern. Der Wasserstoff soll vor Ort für Anwendungen im Bereich der Mobilität und für industrielle Prozesse bereitgestellt werden. ,,Dank dieser Vereinbarung sichern wir lokal und langfristig unsere Versorgung mit erneuerbarem Strom“, so Matthieu Guesné, CEO und Gründer von Lhyfe. Das Unternehmen baue gerade seine strategische Beziehung zu EDPR weiter aus und freue sich über die gemeinsame Zusammenarbeit in der Wasserstoff-Industrie. Lhyfe ist zurzeit in zwölf europäischen Ländern vertreten.

,,Die Unterzeichnung dieser langfristigen Vereinbarung mit Lhyfe ist ein wichtiges Anliegen für EDPR, da sie unser Engagement für eine stärkere Marktposition im Bereich der erneuerbaren Energien in Europa unterstreicht“, so Duarte Bello, COO für Europa bei EDP Renewables. EDPR beabsichtigt demnach, bis 2026 rund 500 Megawatt Photovoltaik in Deutschland zu betreiben. Aus Sicht von Kronos Solar EDPR ebnet der PPA den Weg für zukünftige Projekte.

EDP Renewables kam 2022 durch die Übernahme von Kronos Solar auf den deutschen Markt und verfügt eigenen Angaben zufolge zurzeit über eine Photovoltaik-Pipeline von mehr als acht Gigawatt in verschiedenen Entwicklungsstadien. Bis zum Ende des Jahrzehnts will das Unternehmen auch Windprojekte in Deutschland entwickeln.

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