Lhyfe will in Mecklenburg-Vorpommern Elektrolyse mit 800 Megawatt Leistung aufbauen

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Vor zwei Wochen hat Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) die Pläne für den Aufbau eines knapp 10.000 Kilometer messenden Wasserstoff-Kernnetzes vorgestellt. Nun meldet Lhyfe, an diesem Netz eine große Produktionsanlage für Wasserstoff zu planen: In Lubmin bei Greifswald will das französische Unternehmen Elektrolyseure mit einer Leistung von zusammen 800 Megawatt errichten. Sie sollen 330 Tonnen Wasserstoff pro Tag liefern, die dann ins Netz eingespeist werden.

Lhyfe will die Anlage 2029 in Betrieb nehmen. Ob sie tatsächlich realisiert wird, hängt allerdings von Betriebs- und Baugenehmigungen sowie von den finanziellen Rahmenbedingungen ab.

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Für den Standort Lubmin spricht nach Angaben von Lhyfe neben dem Anschluss an das Wasserstoff-Kernnetz auch, dass er Zugang zu umfangreichen bestehenden und künftigen Stromerzeugungskapazitäten aus Offshore-Windparks bietet. Außerdem gebe es einen Höchstspannungsnetzanschluss von 50Hertz. In Lubmin stand früher ein Atomkraftwerk der DDR. Auf dessen Gelände wird die Anlage nun errichtet.

„Lubmin als Zentrum für grünen Wasserstoff“

Lhyfe platziert seine Anlagen generell entweder nahe den Abnehmern – oder aber am künftigen europäischen Wasserstoff-Kernnetz, dessen Bestandteil das geplante Leitungssystem in Deutschland ist. So will das Unternehmen eine möglichst breite Gruppe von Kunden versorgen. Das Portfolio an Projekten am Kernnetz hat ein Volumen von 3,8 Gigawatt, darunter Vorhaben im saarländischen Perl und in Delfzijl in den Niederlanden. Sie machen 37 Prozent der gesamten Projektpipeline von Lhyfe aus.

„Dieser Standort ist für uns von strategischer Bedeutung“, betont Luc Graré, Head of Central & Eastern Europe bei Lhyfe. „Wir bauen diese Anlagen nicht nur für unseren kurzfristigen Bedarf, sondern auch für zukünftige Generationen.“ Die Einführung von grünem Wasserstoff in Europa sei ein langfristiges Projekt. Lubmin erfülle alle Voraussetzungen, um sich langfristig als ein nachhaltiges Zentrum für grünen Wasserstoff zu etablieren. „Wir freuen uns auf die langfristige Entwicklung dieses Standorts, auf den Aufbau einer zentralen Wasserstoffinfrastruktur in der Region und auf die Unterstützung der langfristigen Dekarbonisierung von Industrie und Verkehr in Europa.“

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