Enpal verkauft jetzt auch Wärmepumpen

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Enpal ergänzt sein Kerngeschäft – die Vermietung von Photovoltaik-Anlagen – um den Verkauf von Wärmepumpen. Dazu hat das Berliner Unternehmen jetzt Luft-Wasser-Wärmepumpen von Bosch und dem japanischen Hersteller Daikin in sein Portfolio aufgenommen. Enpal bietet damit ein Komplettpaket aus Photovoltaik-Anlage, Batteriespeicher, Wallbox und Wärmepumpe. Die Komponenten sollen künftig durch eine Energiemanagement-Software von Enpal vernetzt und gesteuert werden. Der Anbieter übernimmt die gesamte Planung der Wärmepumpe, die Finanzierung, die Installation und die Wartung, ebenso die Beantragung der staatlichen Förderung.

Vertrieb Enpal Photovoltaik-Anlagen, Wallboxen und Speicher ursprünglich nur über ein Mietmodell, so können Kunden sie seit vergangenem März auch kaufen. Wärmepumpen bietet Enpal zumindest derzeit nur zum Kauf an. Der Kaufpreis für die Wärmepumpe von Bosch beginnt bei 26.900 Euro. Bis zu 35 Prozent des Preises würden staatlich bezuschusst. Bei der offiziellen Präsentation der neuen Wärmepumpe im Enpal-Portfolio am Mittwochabend in Berlin erklärte ein Vertreter von Bosch, dass das neue Modell – das auch als „Volkswärmepumpe“ bezeichnet wird – explizit auch für Bestandsgebäude geeignet sei. Es passe in jeden Vorgarten und die Vorlauftemperaturen seien ausreichend um mit alten Heizkörpern und normaler Dämmung, die Häuser zu beheizen, so der Vertreter von Bosch. Die von Enpal vertriebene Wärmepumpe stellte Bosch erstmal auf der Messe „ISH“ im März in Frankfurt vor.

In einer Pilotphase hat Enpal bereits mehrere Hundert Wärmepumpen bei Kunden eingebaut. Im Laufe dieses Jahres sollen etwa 4000 weitere folgen. Nach eigenen Angaben installiert das Unternehmen derzeit 3.000 neue Photovoltaik-Anlagen pro Monat und will in diesem Jahr die Milliardenmarke beim Umsatz erreichen. Während Enpal für die Installation der Solarmodule mittlerweile an einer eigenen Akademie Handwerker ausbildet, wird die Installation der Wärmepumpen durch SHK-Betriebe erfolgen. Dafür setzt das Unternehmen auch auf die Netzwerke seiner Partner Bosch und Daikin. Der Verkauf der Wärmepumpen erfolgt auf Basis einer „digitalen Begehung“ des Gebäudes, bei der die Eignung für eine Wärmepumpe geprüft werden. Vor der eigentlichen Installation erfolgt jedoch auch ein Vor-Ort-Termin. Mit dem Einstieg in das Wärmepumpen-Business will Enpal nach Bekunden seines CEOs Mario Kohle auch „die Energiewende im Keller skalieren“. Aktuell sei es Standard, dass die Bauzeit für Wärmepumpen bei etwa einer Woche liege. „Unser Ziel ist es, diese auf einen Tag zu verkürzen“, so Kohle auf der Veranstaltung in Berlin.

„Mit der Integration der Wärmepumpe in unsere Solarlösung bieten wir unseren Kundinnen und Kunden ein einzigartiges Komplettpaket für ein klimafreundliches Zuhause“, sagt Stephan Rink, Chief Sales Officer und Co-Geschäftsführer von Enpal. „Wir kümmern uns dabei um alle Prozesse und erleichtern Hausbesitzern den Umstieg auf Erneuerbare Energien.“ Damit sparen sie nicht nur CO2, sondern auch bares Geld, denn durch die Kombination aus Photovoltaik-Anlage und Wärmepumpe können bis zu 30 Prozent des Energiebedarfs für das Heizen günstig und autark vom eigenen Dach bezogen werden, so Rink.

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