Baywa re baut in Spanien Agri-Photovoltaik-Anlage für PPA-Vertrag mit Velux

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Baywa re hat bereits einige Photovoltaik-Anlagen realisiert, die Stromerzeugung mit Obstkulturen verbinden. Nahe der südspanischen Stadt Granada wird das Unternehmen jetzt die Photovoltaik mit Getreideanbau koppeln: Im geplanten Solarpark Alhendín sollen die Abstände zwischen den Modulreihen auf einer Teilfläche so groß sein, dass Landmaschinen hindurch fahren können. Das auf den Modulen niedergehende Regenwasser soll gesammelt und für die Bewässerung genutzt werden.

Der Solarpark entsteht im Rahmen eines PPA-Vertrages mit dem dänischen Dachfenster-Hersteller Velux. Ein Zehntel der Anlage wird als Agri-Photovoltaik-System ausgeführt, der Rest als konventioneller Solarpark. Die Gesamtleistung wird bei 56 Megawatt liegen. Im Zuge des Vertrages mit Velux baut Baywa re bei Sevilla zudem noch ein weiteres Photovoltaik-Kraftwerk mit 60 Megawatt Leistung. Zusammen sollen sie 167 Gigawattstunden Strom im Jahr liefern können. Davon sollen 80 Prozent an Velux geliefert werden, der Rest wird ins Netz eingespeist. Velux kann damit den gesamten Bedarf seiner europäischen Betriebsaktivitäten decken – und 90 Prozent seines weltweiten Verbrauchs. Die Anlagen sollen 2023 und 2024 ans Netz gehen.

Baywa re verbindet die Entwicklung der Solarparks mit nicht näher spezifizierten Maßnahmen, die die regionale Artenvielfalt verbessern und die Beteiligung der lokalen Bevölkerung fördern wollen. Zudem bildet das Unternehmen mit der Universidad Autónoma de Madrid und der Universidad de Córdoba eine interdisziplinäre Forschungsgruppe, die sicherstellen soll, dass die Solarparks auch den Interessen der Anlieger sowie des Naturschutzes gerecht werden.

„Velux ging es schon immer darum, Tageslicht in das Leben der Menschen zu bringen“, sagt Lars Petersson, CEO der Velux Gruppe. „Nun freuen wir uns sehr, die Nutzung des Tageslichts, genauer gesagt der Solarenergie, einzusetzen, um unsere Betriebsabläufe in den nächsten Jahren klimaneutral zu gestalten.“ Dank der Zusammenarbeit mit Baywa re sei man auf dem besten Weg, die betrieblichen CO2-Emissionen bis 2030 vollständig zu vermeiden oder auszugleichen.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Fassung der Meldung hieß es, der Solarpark Alhendín solle komplett als Agri-Photovoltaik-System gestaltet werden. Wir haben das am 17. November 2022 um 10 Uhr korrigiert.

 

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