Überwiegende Mehrheit der Senec-Speicher wieder in Betrieb – Lade- und Entladeleistung teilweise gedrosselt

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Viele Kunden von Senec erhielten in den vergangenen Tagen die frohe Kunde, dass die Wiederinbetriebnahme ihrer Photovoltaik-Heimspeicher erfolgreich abgeschlossen sei. Senec bestätigte auf Anfrage von pv magazine, dass dies bei „der überwiegenden Mehrheit der Speicher“ der Fall sei. „Die Kunden, deren Anlagen nun wieder vollständig in Betrieb sind, haben wir darüber informiert“, so die Sprecherin des Leipziger Unternehmens weiter. Eine genaue Zahl mag Senec aber nicht kommunizieren.

„Einige Speicher befinden sich nach wie vor im Stand-by-Modus; auch darüber haben wir die Besitzer informiert“, sagte die Sprecherin. „Dies bedeutet nicht, dass diese Anlagen defekt sind. Wir haben festgestellt, dass bei diesen Geräten noch weitere Überprüfungen erforderlich sind, bevor wir die Wiederinbetriebnahme abschließen können.“ Notwendige Software-Updates würden per Fernwartung vorgenommen.

Im März hatte das Unternehmen fast alle Speichersysteme per Fernabschaltung in einen Stand-by-Betrieb versetzt, nachdem es zu drei Zwischenfällen gekommen war, bei denen Senec-Speicher in Brand gerieten. Danach erfolgte die Analyse und schrittweise Wiederinbetriebnahme, wobei ein erweitertes Schutzkonzept im Monitoring der Systeme implementiert wurde. „Sollte der Mechanismus eine Abweichung vom regulären Betrieb feststellen, geht das System zur weiteren Prüfung vorsorglich in die Fernabschaltung. Es wird dann eine Prüfung per Fernwartung vorgenommen. Damit kommen wir unserem Anspruch an maximale Sicherheit nach“, sagte die Sprecherin weiter.

Gedrosseltes Laden und Entladen

Doch die Wiederinbetriebnahme bedeutet nicht zwangsweise, dass die Senec-Speicher wie vor der Fernabschaltung arbeiten. Betreiber wandten sich an pv magazine und erklärten, dass die Be- und Entladewerte nicht mehr passten. Selbst bei sonnigstem Wetter sei es nahezu unmöglich den Speicher tagsüber voll zu laden, da ab einem bestimmten Punkt die Beladung nur noch mit 600 Watt erfolge. Auch beim Entladen sei die Leistung gedrosselt und liege nur bei etwa einem Drittel dessen, was vor der Versetzung des Speichers in den Stand-by-Modus üblich war, wie ein Betreiber berichtet. Daher müsse oft zusätzlich Netzstrom für die Versorgung gezogen werden. Zudem werde am Morgen mindestens für eine Stunde eine Konditionierung vorgenommen. In dieser Zeit könne der Speicher ebenfalls nicht laden.

Senec begründet dieses Verhalten der Speicher mit dem Schutzkonzept, das viele Parameter des täglichen Betriebs berücksichtige. Zudem sei die automatische Leistungsregulierung schon immer Teil der Produkte gewesen und diene unter anderem der Temperatursteuerung der Batteriemodule, erklärte die Sprecherin. Dies werde in den Datenblättern der Speicher unter der Rubrik „Sicherheit“ erwähnt. „In Einzelfällen können im Rahmen des neuen Schutzmechanismus einzelne Parameter dieser Leistungssteuerung eine höhere Sensitivität erhalten, um optimalen Schutz zu entfalten. Dadurch kann sich das Lade- und Entladeverhalten verändern“, so die Sprecherin weiter. „Wir möchten hervorheben, dass sich eine sensitivere Leistungsregulierung positiv auf die Langlebigkeit des Speichers auswirkt.“ Zudem werde mit dem erweiterten Schutzkonzept das Batteriemanagement insgesamt verbessert.

Kulanzregelung: 225 Euro pro Speicher

Betreiber, die über die Wiederinbetriebnahme ihrer Speicher informiert wurden, sollen in den kommenden Tagen eine Abschlagszahlung aus der versprochenen Kulanzregelung erhalten. Nach der Fernabschaltung am 9. März sagte Senec den Betreibern 25 Euro pro Woche zu, in denen sie ihre Speicher nicht mit voller Kapazität nutzen konnten. Für den Zeitraum 9. März bis 10. Mai würden daher 225 Euro an die Kunden gezahlt, deren Speicher in Stand-by waren. Dieser Betrag gelte pro Speicher. Für die Betreiber der Systeme, die sich noch nicht wieder in vollem Betrieb befänden, gelte die Kulanzregelung weiterhin. Unter senec.de/25 könnten die Betreiber ihre Bankdaten für die Auszahlung angeben.

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