Svolt setzt auf Technologie von Soteria BIG zur Verbesserung der Batteriesicherheit

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Die Svolt Energy Technology Co., Ltd. setzt für seine Lithium-Ionen-Batterien auf die neue Ableiterfolientechnologie der Soteria Battery Innovation Group (BIG). Die Technologie unterbinde die Entstehung eines Thermal Runaway, verursacht durch Verunreinigungen im Produktionsprozess oder Kurzschlüsse im Falle eines Unfalls. Die Batteriesicherheit werde dadurch „drastisch verbessert“, hieß es am Mittwoch von dem Batteriehersteller mit Hauptsitz in China. Darüber hinaus ermögliche die Technologie von Soteria BIG eine größere Designfreiheit bei den Batterien. Zugleich geht Svolt davon aus, dass das Risiko von Rückrufaktionen für Automotive-Kunden verringert wird.

Soteria BIG ist ein Konsortium aus mehr als 100 Mitgliedern für die Batterieforschung. Svolt ist seit 2019 selbst dort Mitglied. Die entwickelte Technologie von dünnen metallisierten Ableiterfolien will de Batteriehersteller in seiner neuen Produktpalette einsetzen, die zum Jahresende auf den Markt kommen soll. Die Ableiterfolien von Soteria BIG tragen dazu bei, das Gewicht der Batterien zu verringern, wie es weiter hieß. Batteriezellen könnten zudem auch nach starker Beschädigung weiter verwendet werden. Das neue Portfolio von Svolt soll 5, 10, 20 und 60 Amperestunden-Pouch-Zellen sowie 60 Amperestunden prismatische Zellen für vollelektrische Fahrzeuge umfassen.

Batteriehersteller treffen bereits Vorkehrungen, um einen Thermal Runaway der Zellen zu verhindern. Diese reichten von Stahlgehäusen über Batteriemanagementsysteme bis hin zu Kühlsystemen. Die Technologie von Soteria BIG setze dagegen direkt auf der Zellebene an. Die beidseitig metallisierten Polymerfilme als Ableiterfolien wirkten wie eine Absicherung im Inneren der Batterie. Die Soteria-Technologie sei dabei faserbasiert. Sie besteht Svolt zufolge unter anderem aus Zellulose- und Aramidfasern, die eine sehr hohe thermische Beständigkeit aufweisen. Daher funktionierten die Lithium-Ionen-Batterien auch noch nach einer Schädigung. Für die Technologie hätten die Konsortialpartner zudem einen robuster Zertifizierungsstandard entwickelt, der die Batteriesicherheit auf ein neues Niveau heben soll. Die Zertifizierungsnorm kombiniert neu entwickelte Tests und bekannte Tests, wie IEC 62660-2, mit strengen EUCAR-Anforderungen, wie es dazu weiter hieß.

Die Technologie von Soteria unterscheidet sich durch den Separator und die Ableiterfolie.

Grafik: Soteria BIG

Soteria BIG hat noch weitere Pläne, die sicherheitsrelevanten Entwicklungen in der Batterieherstellung voranzutreiben. Weltweit seien drei Exzellenzzentren geplant. Eines davon soll in den kommenden Jahren im nordrhein-westfälischen Düren entstehen und werde von der städtischen Wirtschaftsförderung WIN.DN GmbH unterstützt. Am Standort sollen künftig die neuartigen Separatoren und Stromableiter weiter entwickelt werden sowie auch Optimierungen der Herstellungsprozesse durchgeführt werden. Eine Pilotanlage dafür solle Ende 2023 oder Anfang 2024 entstehen und den Mitgliedern des Konsortiums für Testzwecke zur Verfügung gestellt.

Svolt kündigte erst im Oktober den Aufbau eines Produktionsstandorts in China mit einer Jahreskapazität von 60 Gigawattstunden für seine kobaltfreien Nickel-Mangan-Batterien an. Insgesamt sollen 2,9 Milliarden Euro in das Werk in Chengdu investiert werden. Weltweit strebt das Unternehmen den Bau von Produktionskapazitäten mit 300 Gigawattstunden bis 2025 an. Ein Werk soll dabei auch im Saarland entstehen. Mit einer jährlichen Produktionskapazität von 24 Gigawattstunden könnten bis zu 500.000 Akkupakete für Elektrofahrzeuge dort produziert werden. Die Investitionssumme für dieses Werk wird mit rund zwei Milliarden Euro beziffert.

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