Jinko Solar enthüllt Details zum bifazialen Topcon-Solarmodul mit 620 Watt

Das „Tiger Neo“-Modul des chinesischen Photovoltaik-Herstellers hat einen Wirkungsgrad von bis zu 22,18 Prozent und einen Temperaturkoeffizienten von -0,30 Prozent pro Grad Celsius. Das Produkt wird mit 182 Millimeter-Wafern und Halbzellen hergestellt. Die Leistung liegt Jinko Solar zufolge zwischen 590 und 620 Watt.
Foto: Jinko Solar

von pv magazine International

Der chinesische Hersteller Jinko Solar hat Anfang dieses Jahres mit der Produktion seiner monokristallinen bifazialen Topcon n-type-Solarmodule begonnen. Nach einigen Monaten des Betriebs seiner 1-Gigawatt-Fertigungslinien hat das Photovoltaik-Unternehmen einige weitere Details über das neue Produkt – das Solarmodul „Tiger Neo“ – bekannt gegeben, das es in Kürze auf den Markt bringen will. “Die Erweiterung der Skaleneffekte macht es einfacher, mit p-type PERC-Produkten zu konkurrieren”, sagte Hao Jin, CTO von Jinko Solar, auf Anfrage von pv magazine.

Das Solarmodul besteht aus 182-Millimeter-Wafern, halbgeschnittenen Zellen und hat eine Ausgangsleistung von 590 bis 620 Watt. Es misst 2465 mal 1134 mal 30 Millimeter und wiegt 34,8 Kilogramm. Der Wirkungsgrad der Leistungsumwandlung liegt zwischen 21,11 und 22,18 Prozent. Der Temperaturkoeffizient beträgt -0,30 Prozent pro Grad Celsius, wie Jinko Solar angibt.

Die Betriebsumgebungstemperatur reicht von -40 bis 85 Grad Celsius, so der Hersteller, und die maximale Systemspannung beträgt 1500 Volt. Jinko Solar nutzt für das Solarmodul einen eloxierten Aluminiumrahmen und zwei Millimeter gehärtetes Glas mit einer Antireflexionsbeschichtung. Die Anschlussdose hat die Schutzart IP 68.

Jinko Solar bietet eine 15-jährige Produktgarantie und eine 30-jährige Leistungsgarantie. Die jährliche lineare Degression über 30 Jahre wird mit 0,40 Prozent angegeben, während die Verschlechterung im ersten Jahr des Moduls auf weniger als ein Prozent begrenzt sei.

“Das Modul wird mit einem kreisförmigen Lötstreifen hergestellt, um einen besseren optischen Effekt zu erzielen”, so Jin weiter. “Seine Bifazialität von 80 bis 85 Prozent ist etwa 5 bis 15 Prozent höher als die von herkömmlichen bifazialen p-type-Produkten.” Nach Angaben des Herstellers sorgt die Kombination von Vorteilen wie einem niedrigen Temperaturkoeffizienten, einer geringen Degradationsrate und der hohen Bifazialität dafür, dass die Energieausbeute drei Prozent höher sei als bei herkömmlichen bifazialen p-type-Modulen. Das Modul wird für Photovoltaik-Kraftwerke empfohlen, kann aber Jinko Solar zufolge aufgrund seiner Effizienz und Zuverlässigkeit auch für Dachprojekte jeder Größe verwendet werden.

Der chinesische Photovoltaik-Hersteller hatte erst Mitte Juli vermeldet, dass er einen Wirkungsgrad von 23,53 Prozent für ein monokristallines n-type-Solarmodul erreicht hat, das auf seiner monokristallinen Topcon- Technologie basiert. “Die bahnbrechende Leistung des Moduls ist das Ergebnis der Anwendung der hochmodernen Topcon-Zelltechnologie von Jinko Solar in Verbindung mit einer neuartigen Schweiß- und Verpackungstechnologie”, erklärte der Hersteller damals. “Das Moduldesign reduziert nicht nur den Innenwiderstandsverlust des Moduls, sondern verbessert auch die Energieeffizienz und das Aussehen des Moduls.”

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