Österreich stockt Solarförderung für Photovoltaik-Anlagen bis 50 Kilowatt auf

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Österreichs Klimaschutzministerium hat aufgrund der großen Nachfrage die Förderung für Photovoltaik-Anlagen bis 50 Kilowatt Leistung aufgestockt. Nach Angaben des Bundesverbands Photovoltaic Austria stehen ab sofort beim Klima- und Energiefonds wieder 20 Millionen Euro für neue Photovoltaik-Projekte zur Verfügung. Zuvor seien die Fördermittel fast erschöpft gewesen. „Die diesjährigen Fördermittel wurden beinahe vollständig abgerufen. Entsprechend groß war die Unsicherheit in den letzten Wochen die Errichter und potenzielle Anlagenbetreiber vor große Herausforderungen stellte“, erklärte Vera Immitzer, Geschäftsführerin von PV Austria. Der Verband hatte die Aufstockung von der Regierung gefordert.

Die Photovoltaik-Anlagen bis 50 Kilowatt werden über den Klima- und Energiefonds mit einem einmaligen Investitionszuschuss gefördert. Dieser ist abhängig von der Größe der Anlage und liegt zwischen 150 und 250 Euro pro Kilowatt. Für gebäudeintegrierte Photovoltaik-Anlagen gibt es einen Bonus von 100 Euro pro Kilowatt.

Kurz vor der Sommerpause ist in Österreich nach monatelangen Verzögerungen noch das Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (EAG) verabschiedet worden. Darin vorgesehen sind neue Förderungen für Photovoltaik-Anlagen. Allerdings braucht es jetzt noch Begleitverordnungen und die beihilferechtliche Genehmigung der EU-Kommission, damit das neue Förderprogramm umgesetzt werden kann. Vor allem größere Photovoltaik-Projekte seien daher noch mit einer ungewissen Zukunft konfrontiert so PV Austria.

„Bis das EAG in Kraft treten kann sehen wir die nun erfolgte Aufstockung der Fördermittel als wichtigen Schritt in Richtung Klimaneutralität und als logische Konsequenz um Kontinuität im Ausbau von Photovoltaik-Anlagen bis 50 Kilowatt zu gewährleisten“, erklärt Gernot Schröck, Bereichsleitung beim Handelsunternehmen Siblik Smart Home & Erneuerbare Energien. Zu lange dürfe aber der EAG-Förderstart nicht auf sich warten lassen. Denn auch die zusätzlichen Mittel könnten schnell wieder abgerufen werden, wenn die große Nachfrage der letzten Monate anhalte.

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