Mercedes-Benz und CATL bauen Batterie-Partnerschaft aus

Teilen

Eine erweiterte Partnerschaft im Bereich Batterietechnologie haben die Mercedes-Benz AG und Contemporary Amperex Technology Co., Limited (CATL) angekündigt. Die Unternehmen wollen gemeinsam innovative Batterietechnologien entwickeln, die eine maßgebliche Säule für die umfassende Elektrifizierung des Mercedes-Benz-Modellportfolios darstellen sollen. Der Mitteilung zufolge umfasst die Vereinbarung die gesamte Palette an Batterietechnologien, von Zellen über Module für Mercedes-Benz-Pkw bis hin zu Komplettbatterien für Mercedes-Benz-Vans.

Wie die Unternehmen weiter mitteilen, ist das Ziel der strategischen Zusammenarbeit, Entwicklungszyklen zu verkürzen, die Reichweiten zukünftiger Batterien deutlich zu steigern und Ladezeiten signifikant zu reduzieren. Um Elektromobilität für Kunden im Luxussegment attraktiver zu machen, will Mercedes-Benz demnach im kommenden Jahr seine Limousine EQS auf den Markt bringen. Diese soll – ausgestattet unter anderem mit Zellmodulen von CATL – eine Reichweite von mehr als 700 Kilometern und eine im Vergleich zu aktuellen Modellen verdoppelte Ladegeschwindigkeit aufweisen.

„Durch die Zusammenarbeit mit CATL beschleunigen wir unsere Transformation zur CO2-Neutralität“, sagt Markus Schäfer. Er ist Vorstandsmitglied bei Daimler und bei Mercedes-Benz, verantwortlich für die Daimler-Konzernforschung und COO bei Mercedes-Benz Cars. Das Unternehmen wolle im Bereich der Batterietechnologie führend sein und kombiniere daher seine eigene Forschungs- und Entwicklungskompetenz mit der Expertise starker Partner. CATL soll demnach in den kommenden Jahren ein wichtiger Lieferant für Elektromobilität-Produktmarke EQ von Mercedes-Benz sein. Mercedes-Benz soll die Batterieprodukte unter anderem aus dem sich derzeit im Bau befindlichen CATL-Werk bei Erfurt beziehen.

Um den CO2-Fußabdruck zu minimieren, haben die Partner die CO2-neutrale Produktion von Batterieprodukten vereinbart, so CATL. Daher verwende der Batteriehersteller in der Fertigung Strom aus regenerativen Energiequellen wie Photovoltaik, Windenergie und Wasserkraft. Bereits Anfang 2020 haben demnach Mercedes-Benz und CATL im Rahmen eines gemeinsamen Pilotprojekts mittels Blockchain-Technologie begonnen, Transparenz über den Ausstoß klimaschädlicher Gase und den Anteil an Sekundärmaterial entlang der Batteriezellen-Lieferkette zu schaffen. Im nächsten Schritt sei geplant, die Abhängigkeit vom Rohstoffabbau durch das Recycling von End-of-Life-Batterien zu reduzieren.

Dieser Inhalt ist urheberrechtlich geschützt und darf nicht kopiert werden. Wenn Sie mit uns kooperieren und Inhalte von uns teilweise nutzen wollen, nehmen Sie bitte Kontakt auf: redaktion@pv-magazine.com.

Popular content

Stromnetz, Sonnenuntergang
Bundesnetzagentur will Industrie-Netzentgelte reformieren
24 Juli 2024 Die Unternehmen sollen die Stromabnahme stärker an die aktuelle Erzeugungs- und Preisentwicklung anpassen. Dazu hat die Behörde ein Eckpunktepapier ve...