Meyer Burger muss Mitarbeiter wegen Corona-Pandemie in Kurzarbeit schicken

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Aufgrund der eingeschränkten Wirtschaftsaktivitäten infolge der globalen Corona-Pandemie muss die Meyer Burger Technology AG ihre Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken. Bereits seit dem 16. März gelte diese Regelung für die Beschäftigten am deutschen Standort im sächsischen Hohenstein-Ernstthal, teilte der Schweizer Anlagenbauer am Donnerstag mit. Ab dem 6. April greife die Regelung auch für die Mitarbeiter an den Schweizer Standorten Thun und Hauterive. Wegen vorübergehender Werksschließungen und Produktionseinschränkungen der Kunden verzögerten sich auf die Aufträge von Meyer Burger. Mit der Einführung der Kurzarbeit wolle Meyer Burger die Folgen der Covid-19-Pandemie kompensieren und kurzfristig Personalkosten senken, hieß es weiter. In diesem Sinne und als Zeichen der Solidarität verzichteten auch Verwaltungsrat und Geschäftsleitung ab sofort auf 15 Prozent ihrer Bezüge.

Zudem konnte Meyer Burger den Vollzug des Verkaufs seines Inkjet-Printer-Geschäfts der niederländischen Tochtergesellschaft vermelden. Die Transaktion war im Dezember angekündigt worden. Die Süss Micro Tec SE mit Sitz im bayerischen Garching habe das Inkjet-Printer-Geschäft für 4,1 Millionen Schweizer Franken von der Meyer Burger B.V. erworben. Auch die rund 30 Mitarbeiter am Standort Eindhoven werden von dem deutschen Unternehmen übernommen, wie es weiter hieß.

Im März hatte der Schweizer Konzern seine Geschäftszahlen für 2019 vorgelegt. Demnach verbuchte Meyer Burger einen Nettoverlust von umgerechnet etwa 39 Millionen Euro. 2018 lag er sogar bei 56 Millionen Euro. Der Umsatz war im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 248 Millionen Euro um mehr als ein Drittel eingebrochen. Den Auftragsbestand zum Jahresende 2019 bezifferte Meyer Burger mit lediglich 99 Millionen Euro.