Tesvolt startet Produktion in seiner Gigafactory für gewerbliche Batteriespeicher

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Tesvolt hat es trotz der sich ausbreitenden Corona-Pandemie geschafft, seine halbautomatische Fertigung für gewerbliche Batteriespeicher in der neuen Gigafactory in Wittenberg anlaufen zu lassen. Auf 12.000 Quadratmetern wird der Hersteller Speicher mit einer Kapazität von 9,6 Kilowattstunden bis in den Megawattbereich für Industrie und Gewerbe produzieren. Aktuell liege die jährliche Produktionskapazität bei 255 Megawattstunden, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Allerdings werde Tesvolt die Produktionskapazitäten sukzessive erweitern. Das Werk ist so ausgelegt, dass bis zu ein Gigawatt Jahreskapazität möglich ist.

Tesvolt verzeichnet trotz Covid-19 eine steigende Nachfrage. Das Auftragsvolumen habe sich im Vergleich zum Vorjahresquartal nahezu verdreifacht. „Die Corona-Krise macht uns als Hersteller, aber auch als Menschen große Sorgen. Wir sind daher froh und dankbar, dass wir das erste Quartal mit guten Umsatzzahlen abschließen konnten“, erklärt Daniel Hannemann, Kaufmännischer Geschäftsführer und Mitgründer von Tesvolt.

Besonders stark sei die Nachfrage nach Stromspeichern mit Notstromfunktion sowie nach Off-Grid-Speichern gestiegen. „Wir wissen nicht, wie sich die Nachfrage in der Corona-Krise entwickeln wird. Wir wollen uns in enger Solidarität mit unseren Kunden, gepaart mit Kreativität, Flexibilität und Erfindergeist den neuen Herausforderungen stellen“, so Hannemann weiter.

Die Produktion in Sachsen-Anhalt sei unter strengen Sicherheitsvorkehrungen wegen der Corona-Pandemie angelaufen, hieß es weiter. Weitere Maßnahmen zum Schutz der Mitarbeiter und Kunden seien geplant. „Die Kollegen in der Produktion arbeiten isoliert voneinander weiter“, berichtet Simon Schandert, Technischer Geschäftsführer und Mitgründer von Tesvolt. Die Fertigungsplanung erfolge von Mitarbeitern aus dem Homeoffice. Noch hat Tesvolt auch keine Probleme mit der Komponenten-Versorgung. „Wir haben Glück, dass unser Batteriezellen-Lieferant Samsung SDI in Korea weiterproduziert“, erklärte Schandert.