Solardeckel sorgt für Unsicherheit bei kleinen und mittleren Unternehmen

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Die Photovoltaik genießt bei kleinen und mittleren Unternehmen hohes Ansehen, wie eine von Eon in Auftrag gegebene repräsentative Umfrage zeigt: Insgesamt 44,5 Prozent* der befragten Firmenvertreter sehen in der Photovoltaik für ihren Betrieb das größte Potenzial zur Erzeugung von Ökostrom. Auf Platz Zwei folgen Blockheizkraftwerke (24 Prozent), dahinter die Windkraft (9 Prozent).

Jedes fünfte mittelständische Unternehmen (22 Prozent) erzeugt laut der Umfrage bereits Ökostrom – gut vier Fünftel davon mit einer Photovoltaik-Anlage. Insgesamt 76 Prozent der Entscheider in den selbst Ökostrom produzierenden Betrieben können sich zusätzlich eine Dach- und 12 Prozent eine Freiflächen-Anlage auf dem Firmengelände vorstellen, 25 Prozent ein Blockheizkraftwerk und 18 Prozent ein Kleinwindrad.

Insgesamt 76 Prozent der Entscheider in den selbst Ökostrom produzierenden Betrieben können sich zusätzlich eine Dach- und 12 Prozent eine Freiflächen-Anlage auf dem Firmengelände vorstellen

Grafik: Eon

Allerdings sorgt der Solardeckel für große Verunsicherung bei vielen Unternehmen. „Sie zögern mit dem Bau einer Photovoltaik-Anlage und hoffen darauf, dass der 52-Gigawatt-Deckel gestrichen wird“, sagt Victoria Ossadnik, Vorsitzende Geschäftsführerin der Eon Energie Deutschland. Sie weist darauf hin, dass sich für Firmen, die einen hohen Anteil des selbst erzeugten Stroms verbrauchen und den Rest direkt vermarkten wollen, eine Anlage auch ohne staatliche Zuschüsse lohnt. Die Verunsicherung sei aber auch unter diesen Firmen groß. „Eine weiterführende Förderung seitens der Bundesregierung würde den Ausbau der Erneuerbaren Energien in Deutschland in jedem Fall vorantreiben“, sagt Ossadnik.

Für die Umfrage hat das Meinungsforschungsinstitut Civey im Auftrag von Eon zwischen dem 05.12.2019 und dem 08.01.2020 insgesamt 2.500 Entscheider aus kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland befragt.

*Anmerkung der Redaktion: Diese Zahl wurde nachträglich korrigiert.