Berlin bekommt Mieterstromprojekt mit knapp 3,4 Megawatt Photovoltaik

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Im Berliner Bezirk Marzahn-Hellersdorf bauen die Berliner Stadtwerke und die Berliner Wohnungsbaugesellschaft Berlinovo gerade ein Mieterstromprojekt, bei dem es sich den beiden Unternehmen zufolge um das größte Deutschlands handelt. Auf hundert Wohngebäuden des Viertels zwischen Wuhletal und der Hellersdorfer Straße sollen demnächst 39 Photovoltaik-Anlagen mit insgesamt 3,4 Megawatt Leistung Strom für die Mieter von 4300 Wohnungen erzeugen. Die Berliner Stadtwerke beziffern die Investitionssumme mit rund 3,75 Millionen Euro. In diesem Jahr sollen zwei Megawatt Photovoltaik installiert werden, die weiteren 1,4 Megawatt sollen 2020 und 2021 folgen.

Laut Berlins Finanzsenator Matthias Kollatz ist es für die Energiewende nicht ausreichend, allein auf private Initiativen zu bauen. Auch die öffentliche Hand sei gefragt. „Dieses Beispiel der kommunalen Kooperation ist vorbildlich – und ein wichtiger Treiber in einem ganz zentralen Klimaschutzbereich”, so Kollatz. Berlinovo zufolge ist es nicht nur ein Vorteil, dass die Mieter im Ortsteil Kaulsdorf künftig günstigen lokalen und sauberen Strom beziehen können, sondern auch, dass mit dem Projekt die Plattenbauten zukunftsfähig gemacht werden könnten.

Für Stadtwerke-Geschäftsführerin Kerstin Busch ist für den Erfolg des Projekts eine hohe Akzeptanz in der Mieterschaft entscheidend. Der Mieterstrom kann den Stadtwerken zufolge über den Stromtarif „berlinStrom Sonne+“ bezogen werden, der exklusiv vor Ort angeboten werde. Laut Webseite beträgt der Grundpreis 8,10 Euro im Monat und der Arbeitspreis 25 Cent je Kilowattstunde.