Niederländische Regulierungsbehörde plant Netzentgelt für große Photovoltaik-Anlagen

Niederlande, Fahne, Pixabay

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von pv magazine Global

Die niederländische Behörde für Verbraucher und Märkte (ACM) plant die Einführung eines Netzentgelts für große Stromerzeuger. Die Gebühr, die voraussichtlich frühestens im Januar 2032 in Kraft treten wird, verpflichtet große Stromerzeuger, darunter auch Photovoltaik-Kraftwerke, sich an den Kosten des Stromnetzes zu beteiligen. ACM erklärte, die Gebühr werde „zu einer effizienteren Nutzung des Netzes beitragen“. Sie solle schrittweise eingeführt werden, um den Erzeugern Zeit zu geben, sich auf die Änderung vorzubereiten.

Eine Form der Netzgebühr gibt es bereits in einigen europäischen Ländern, darunter Belgien und Dänemark, während Deutschland an ähnlichen Maßnahmen arbeitet. ACM plant, die Höhe der Entgelte an den geplanten deutschen Tarif anzupassen, da Deutschland der größte Handelspartner des niederländischen Energiemarktes sei.

Mehrere Branchenverbände in den Niederlanden haben sich gegen den Plan der Behörde ausgesprochen. Dazu gehört der Photovoltaik-Verband Holland Solar, der erklärt hat, die Entscheidung der ACM über die Gebühr versetze den Markt „in Unsicherheit“. „Die anhaltende Unsicherheit hinsichtlich der Tarifhöhe führt zu verzögerten Investitionsentscheidungen und verlangsamt damit die Energiewende. Dies führt zu höheren Kosten für die Kunden, da mehr Energie aus dem Ausland importiert werden muss“, heißt es in einer Erklärung des Verbands weiter.

Holland Solar fordert die ACM auf, so schnell wie möglich Klarheit über die nächsten Schritte zu schaffen und an strukturellen Lösungen zu arbeiten, die „das Energiesystem effizienter machen, ohne den Ausbau nachhaltiger Energie zu behindern“. „Die Energiewende erfordert eine klare und konsequente Politik. Das Aufschieben von Entscheidungen hilft der Branche nicht, voranzukommen“, so Holland Solar weiter.

Im vergangenen September schlug die niederländische Regierung Änderungen an ihrem Umweltdekret vor, um Genehmigungsverfahren für Stromübertragungs- und -verteilungsprojekte über 21 Kilovolt zu beschleunigen. Ziel soll es sein, die Netzkapazität bis 2032 zu erweitern und Engpässe zu verringern.

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