Operation „Silver Frog“: Hochmoderne 2-Gigawatt-Photovoltaik-Produktion für grünen Wasserstoff in Europa

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Auf der „Hydrogen for Climate Conference“ in Brüssel haben die vier Unternehmen Meyer Burger, Hydrogenics (Belgien), Ecosolifer (Ungarn) und European Energy (Dänemark) ihren Vorschlag „Silver Frog“ für ein Important Projects of Common European Interest (IPCEI) in der EU präsentiert. Sie schlagen den Bau einer hochmodernen neuen 2-Gigawatt-Photovoltaik-Fabrik vor. Mit den Modulen aus der Fabrik sollen mehr als zehn Gigawatt Photovoltaik-Leistung installiert werden, die dann gemeinsam mit Windkraftanlagen zur Erzeugung von 100 Prozent erneuerbarem Wasserstoff dient. Der grüne Wasserstoff soll dann wiederum über bestehende Gasleitungen an schwer zu dekarbonisierende Industrien wie Chemie oder Stahl geliefert werden, wie Solarpower Europe am Donnerstag veröffentlichte. Die Photovoltaik-Unternehmen sind Mitglieder des Verbands.

Die Projektpartner gehen in ihrem Vorschlag davon aus, dass über acht Jahre hinweg etwa 800.000 Tonnen grünen Wasserstoff produzieren. Die jährlichen Reduktionen der CO2-Emissionen werden auf rund acht Millionen Tonnen geschätzt. Zugleich könnten durch das Projekt mindestens 6000 Arbeitsplätze geschaffen werden, heißt es weiter. Die Aufteilung sieht vor, dass Hydrogenics Europe die Wasserelektrolysetechnologie und Meyer Burger die Photovoltaik-Fertigungslinien für die Fabrik liefert, Ecosolifer die Module produziert und sich auf die Heterojunction-Technologie konzentriert, während die dänische European Energy als Energieentwickler fungieren wird.

Solarpower Europe will seine Mitglieder während der gesamten Projektdauer unterstützen. „Das Projekt ‚Silver Frog‘ zeigt, wie die Solarenergie die Entwicklung von erneuerbarem Wasserstoff unterstützen kann. Darüber hinaus ist der Schwerpunkt dieses Projekts auf der Integration von Photovoltaik-Produktionsanlagen ein starkes Signal an die Europäische Kommission, dass alle Diskussionen über erneuerbare Wasserstoff eine solide erneuerbaren Industriestrategie erfordern“, erklärte Walburga Hemetsberger, CEO von Solarpower Europe.

Thomas Hengst, globaler Vertriebsleiter bei Meyer Burger erklärte, „Silver Frog“ habe das Ziel, den „Green Deal“ der EU zu unterstützen und konzentriere sich dabei auf die schwer zu dekarbonisierenden Sektoren. Essenzielles Element in dem Vorschlag ist aber die Entwicklung neuer europäischer Herstellungskapazitäten für Solarzellen und Solarmodule. Die neue Technologie sei in Europa entwickelt worden und habe das Potenzial, sich nachhaltig und weltweit zu etablieren, so Hengst weiter.

Mit einer Anerkennung als IPCEI sind besondere Möglichkeiten der Beihilfen für die Projekte verbunden. Im Bereich Wasserstoff gibt es bereits acht ambitionierte Vorschläge, wie es von Solarpower Europe heißt. Die finale Auswahl für die IPCEIs wird im kommenden Jahr erfolgen.