Deutsche Photovoltaik-Zulieferer exportieren 99 Prozent ihrer Produkte

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„Weiterhin im Trend“ sieht der VDMA Photovoltaik-Produktionsmittel die Güter der deutschen Photovoltaik-Zulieferer. Grund sei die ungebrochene Nachfrage nach Solarenergie rund um den Globus. Die Exportquote von Photovoltaik-Equipment hat dem Verband zufolge einen Rekordwert von knapp 99 Prozent erreicht – zu Beginn des Jahres 2018 waren es noch 13 Prozentpunkte weniger. Der VDMA kritisiert, dass den Unternehmen Umsätze auf dem für sie wichtigen Heimatmarkt fehlen. Abhilfe könne eine Zell- und Modulproduktion in Deutschland schaffen, die unter bestimmten Umständen in Deutschland wirtschaftlich möglich sei.

„Der Auftragseingang im Photovoltaik-Segment ist gut. Die erteilten Aufträge beinhalten zwar Ersatzinvestitionen oder Nachrüstungen, aber auch in neue Anlagen wird wieder stärker investiert“, sagt Jutta Trube vom VDMA. Demnach haben die Auftragseingänge im Vergleich zum Vorquartal um 21 Prozent zugelegt. Auch der Umsatz sei höher ausgefallen als von den Mitgliedsunternehmen erwartet, jedoch um 14 Prozent hinter dem Wert des Vorquartals zurückgeblieben.

Wie der VDMA weiter mitteilt, machen Anlagen mit 56 Prozent den größten Teil des Umsatzes bei den Mitgliedsunternehmen aus, Komponenten und Maschinen liegen demnach bei 19 beziehungsweise 25 Prozent. Die Dünnschicht-Photovoltaik sei mit 62 Prozent im ersten Quartal 2019 erneut das umsatzstärkste Segment, gefolgt von den Produktionsmitteln für Zellen mit 37 Prozent. Vor allem PERC- und Heterojunction-Technologien würden eine wichtige Rolle spielen. Mit Equipment für Module beziehungsweise Wafer habe der Umsatzanteil jeweils unter einem Prozent gelegen.

Kernregion der Umsätze ist dem VDMA zufolge weiterhin Asien mit 80 Prozent. Demnach ist der asiatische Markt jedoch diversifizierter geworden. China sei mit einem Umsatzanteil von 43 Prozent führend, aber Vietnam habe mit 31 Prozent Umsatzanteil Taiwan als zweitgrößten Markt abgelöst. In Amerika seien im ersten Quartal der Umsatz um 2,7 Prozent und der Auftragseingang um 19 Prozent zurückgegangen. „In Gesamteuropa stieg der Umsatz um 9,2 Prozent und könnte nach der Erwartung der Maschinenbauer um weitere 6,3 Prozent wachsen“, so der VDMA.