Photovoltaik-Zubau im Februar bei knapp 420 Megawatt

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Der Brutto-Zubau aller Photovoltaik-Anlagen lag im Februar der Bundesnetzagentur zufolge bei 418,676 Megawatt. Davon entfielen gut 386,8 Megawatt auf Photovoltaik-Anlagen, die eine Vergütung außerhalb der Ausschreibungen erhalten. Viele der Projekte dürften große Photovoltaik-Dachanlagen zwischen 40 und 750 Kilowatt sein, für die seit Februar eine monatliche Sonderkürzung greift. Wie viele genau, lässt sich nur schwer verifizieren, da die Bonner Behörde nach dem Start des Marktstammdatenregisters die Veröffentlichung umgestellt hat. Für dieses müssen auch bestehende Anlagen neu gemeldet werden und sind in den veröffentlichen Zahlen enthalten.

Die Bundesnetzagentur weist aus, dass insgesamt 28,078 Megawatt an Freiflächenanlagen, die außerhalb der Ausschreibungen gebaut wurden, in den neu im Februar gemeldet worden. Dazu kommen 1,282 Megawatt Photovoltaik-Anlagen, für die ein Mieterstromzuschlag beantragt wurde.

Insgesamt sind in den ersten beiden Monaten damit bereits fast 970 Megawatt Photovoltaik-Leistung in Deutschland zugebaut worden. Die Summe der in Deutschland installierten Photovoltaik-Anlagen stieg bis Ende Februar auf knapp 46,9 Gigawatt.

Im April greift die letzte Stufe der Sonderabsenkung für Photovoltaik-Dachanlagen zwischen 40 und 750 Kilowatt. Der anzulegende Wert in der Direktvermarktung sinkt daher auf 8,90 Cent pro Kilowattstunde. Für die kleineren Photovoltaik-Anlagen beträgt er je nach Größe seit 1. April 11,51 und 11,21 Cent pro Kilowattstunde sowie für sonstige Anlagen 8,08 Cent pro Kilowattstunde. Analog dazu wurden auch die festen Einspeisevergütungen weiter gesenkt. Sie liegen für Photovoltaik-Anlagen bis 10 Kilowatt bei 11,11 Cent pro Kilowattstunde, für Anlagen bis 40 Kilowatt bei 10,81 und bis 100 Kilowatt bei 8,50 Cent pro Kilowattstunde. Ab 100 Kilowatt Leistung ist die Direktvermarktung für Photovoltaik-Anlagen verpflichtend. Zum 1. Mai wird die Bundesnetzagentur dann neue Degressionssätze für die kommenden drei Monate veröffentlichen. Angesichts des hohen Zubaus in den ersten beiden Monaten könnte die Degression von derzeit 1,0 Prozent auf 1,4 Prozent steigen.