Starker Photovoltaik-Zubau im ersten Quartal lässt Degression der Solarförderung auf 1,4 Prozent steigen

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Der Brutto-Zubau aller Photovoltaik-Anlagen lag im März der Bundesnetzagentur zufolge bei 349,597 Megawatt. Davon entfielen gut 334 Megawatt auf Photovoltaik-Anlagen, die eine Vergütung außerhalb der Ausschreibungen erhalten. Die Zahlen der Bonner Behörde zeigen außerdem, dass im März insgesamt 28,057 Megawatt an Freiflächenanlagen neu gemeldet wurden, die außerhalb der Ausschreibungen gebaut wurden. Hinzu kommen 868 Kilowatt Photovoltaik-Anlagen, für die ein Mieterstromzuschlag beantragt wurde.

Insgesamt wurden damit in den ersten drei Monaten fast 1270 Megawatt Photovoltaik-Leistung in Deutschland zugebaut. Die Bundesnetzagentur hat den Zubau für Februar um 40 Megawatt nach unten korrigiert. Er lag nach der heutigen Veröffentlichung bei knapp 380 Megawatt. Ebenso sank die neu installierte Photovoltaik-Leistung für Januar um rund 40 Megawatt auf rund 540 Megawatt. Auf Nachfrage von pv magazine wies ein Sprecher der Bonner Behörde darauf, dass die Zubauzahlen regelmäßig nachträglich noch angepasst würden. Gründe für die Differenzen von 40 Megawatt zu den ursprünglich gemeldeten Zahlen konnte er zunächst nicht angeben.

Die Summe der in Deutschland installierten Photovoltaik-Anlagen stieg bis Ende März auf knapp 47,2 Gigawatt.

Degression steigt auf 1,4 Prozent

Die Bundesnetzagentur hat zudem die Degression der Solarförderung für die kommenden drei Monate neu berechnet. Nach Angaben der Bonner Behörde lag der kumulierte Zubau im Bemessungszeitraum der Degressionsberechnung bei gut 3625 Megawatt und damit um bis zu 2000 Megawatt über dem Zubaukorridor von 1900 Megawatt. Daher erhöhe sich die monatliche Absenkung im Mai, Juni und Juli auf 1,4 Prozent.

Im Mai sinken die Einspeisevergütungen für Photovoltaik-Anlagen bis zehn Kilowatt Leistung auf 10,95 Cent pro Kilowattstunde. Für Anlagen bis 40 Kilowatt liegt sie bei 10,65 Cent pro Kilowattstunde und für Anlagen bis 100 Kilowatt bei 8,38 Cent pro Kilowattstunde. Sonstige Anlagen bis 100 Kilowatt erhalten einen festen Tarif von 7,579 Cent pro Kilowattstunde. Im Juni und Juli sinken diese Werte dann jeweils um 1,4 Prozent. Der anzulegende Wert in der Direktvermarktung, die für alle Anlagen ab 100 Kilowatt verpflichtend ist, wird analog ebenfalls gesenkt. Hier bewegen sich die Werte im Mai je nach Größe und Art der Anlage zwischen 7,97 und 11,35 Cent pro Kilowattstunde und sinken dann in den Folgemonaten ebenfalls um jeweils 1,4 Prozent.