Jinko Solar durchbricht 10-Gigawatt-Absatzmarke und steigert Gewinn

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Die Jinko Solar Holdings Co., Ltd. hat am Freitag ihre Geschäftszahlen für 2018 veröffentlicht. Demnach sei der Absatz bei Solarmodulen im vergangenen Jahr um 16 Prozent auf 11,4 Gigawatt angewachsen, wobei 209 Megawatt in eigene Photovoltaik-Projekte flossen. Beim Umsatz musste Jinko Solar einen Rückgang um 5,4 Prozent gegenüber dem Jahr davor hinnehmen. Insgesamt lagen die Umsätze 2018 bei umgerechnet 3,64 Milliarden US-Dollar, wie das chinesische Photovoltaik-Unternehmen veröffentlichte. Beim Nettoergebnis wiederum verzeichnete Jinko Solar im vergangenen Jahr eine deutliche Steigerung und erzielte einen Gewinn von 59,1 Millionen US-Dollar.

Gerade im vierten Quartal 2018 konnte Jinko Solar nach eigenen Angaben nochmal kräftig zulegen. So sind allein in den letzten drei Monaten Module mit gut 3,6 Gigawatt ausgeliefert worden – fast 46 Prozent mehr als noch im vierten Quartal 2017. Der Umsatz erhöhte sich demnach im Vergleich um 21,5 Prozent auf 1,12 Milliarden US-Dollar. Mit 16,7 Millionen US-Dollar fiel der Gewinn im vierten Quartal 2018 zwar geringer aus als im Vorquartal – gegenüber dem Vorjahreszeitraum schaffte Jinko Solar jedoch eine Verfünffachung.

Zur Begründung für den leicht rückläufigen Umsatz im Gesamtjahr gab Vorstandschef Kangping Chen die gesunkenen Verkaufspreise an. Die Einschnitte im chinesischen Photovoltaik-Markt, die nach der Ankündigung der Regierung zum 31. Mai 2018 folgte, habe Jinko Solar durch sein diversifiziertes globales Vertriebsnetz mehr als ausgleichen können. Angesichts der sich weltweit stark erholenden Photovoltaik-Nachfrage strebe der chinesische Photovoltaik-Hersteller für das laufende Jahr ein weiteres Wachstum seiner Modullieferungen um 30 Prozent an, so Chen weiter.

Dabei ist er auch hoffnungsfroh für die weitere Entwicklung in China. „Die chinesische Nationale Energiebehörde hat kürzlich Pläne für ein Ausschreibungssystem vorgelegt und wird voraussichtlich wieder mit der Erteilung von Fördergenehmigungen für Großprojekte beginnen.“ Dabei würden die Fördermittel künftig von den staatlichen Netzbetreibern vorfinanziert, wodurch es keine Verzögerungen bei der Auszahlung für neue Photovoltaik-Anlagen mehr geben werde. „Die neue Politik gibt eine klare Richtung für die Solarpläne des Landes vor und wird dazu beitragen, die Stimmung für den Photovoltaik-Sektor deutlich zu verbessern, da das Land versucht, einen reibungslosen Übergang zur Netzparität zu erreichen und ein marktorientierteres Umfeld zu fördern“, erklärte Chen. Es sei zugleich davon auszugehen, dass die Zahl der privaten Photovoltaik-Anlagen in China weiter wachsen werde.

Auch für die Entwicklung des US-Marktes ist Jinko Solar optimistisch. Hier sei in der zweiten Jahreshälfte mit einem „robusten Wachstum“ zu rechnen. Voraussichtlich im zweiten Quartal 2019 werde der chinesische Hersteller die volle Produktionskapazität in seinem neuen Werk in Jacksonville im US-Bundesstaat Florida erreichen. Zudem sei geplant, die Präsenz in den USA weiter auszubauen.

In Europa sei angesichts des Endes der Mindestimportpreise eine wachsende Nachfrage nach förderfreien PPA-Projekten zu verzeichnen. Hier sieht Jinko Solar besonders die Märke wie Spanien, die Niederlande und Deutschland als Vorreiter. Gleichzeitig setze der Hersteller auch auf schnell wachsende Märkte wie Jordanien, Kuwait, Südafrika und Oman. Das Unternehmen profierte auch davon, dass es früh in den südostasiatischen Markt eingestiegen sei, wo Märkte wie Malaysia, Thailand und die Philippinen eine robuste Nachfrage im vergangenen Jahr gezeigt hätten.

Neben dem Ausbau des weltweiten Vertriebsnetz arbeitet Jinko Solar auch an der Verbesserung seiner Technologie und Produktivität. Erst im Januar 2019 sei der neuen Wirkungsgradrekord von 24,2 Prozent für monokristalline n-type Zellen erreicht worden. Dabei arbeite der Hersteller auch mit Hochdruck daran, seine PERC-Kapazitäten für die Wafer- und Zellfertigung weiter auszubauen. Damit wolle der Hersteller seine Wettbewerbsfähigkeit weiter steigern.

Zum Jahresende 2018 verfügte Jinko Solar nach eigenen Angaben über Produktionskapazitäten von jährlich 9,7 Gigawatt für Wafer, 7 Gigawatt für Solarzellen und 10,8 Gigawatt für Solarmodule. Die jährlichen Produktionskapazitäten sollen nach den Plänen bis Ende dieses Jahres auf 15 Gigawatt für Wafer, 10 Gigawatt für Zellen und 15 Gigawatt bei Modulen ausgebaut werden. 11 Gigawatt davon seien für die Fertigung von Mono-Wafern und 9,2 Gigawatt für PERC-Zellen bestimmt, hieß es weiter.

Im ersten Quartal erwartet Jinko Solar einen Absatz seiner Solarmodule zwischen 2,8 und 3,0 Gigawatt. Die Prognose für das Gesamtjahr beziffert der Vorstand mit 14 bis 15 Gigawatt.