China bereitet planbareren Ansatz für Photovoltaik-Ausbau vor

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vonpv magazine global

Neue Details über den Plan der Behörden in Peking sind aufgetaucht, die für die Einführung eines zentral gesteuerten Ansatzes für die Entwicklung von Photovoltaik-Projekten spricht. Zwei Regierungsstellen sollen sich darauf verständigt haben, sich beim weiteren Ausbau der Photovoltaik auf den Osten des bevölkerungsreichen Landes zu konzentrieren. Hintergrund sich die hohen Raten nicht angeschlossener Solarparks im Norden und Nordwesten Chinas, da der Ausbau der Stromleitungen noch fehlt.

Diese Schwierigkeiten, dass Strom erzeugt, aber nicht verwendet werden kann, hat die Aufmerksamkeit der Zentralregierung auf sich gezogen. Sie sind nun Teil des Plans Pekings, das Meiste aus den Photovoltaik-Anlagen zu bekommen und gleichzeitig die Belastung der öffentlichen Haushalte zu verringern.

Chinas Nationale Entwicklungs- und Reformkommission (NRDC) und die Nationale Energiebehörde NEA wollen „bald“ einen Drei-Jahresplan auf den Weg bringen, der vorsieht, die nicht angeschlossenen Photovoltaik-Erzeuger auf unter fünf Prozent zu senken.

Die von den staatlichen Stellen ausgegebenen Zahlen zeigen, dass das Problem bei der Windkraft noch ausgeprägter ist. Während bei der Photovoltaik das Ziel der Senkung unter fünf Prozent in diesem Jahr erreicht werden und in den kommenden zwei Jahren behauptet werden soll, sollen die Verluste bei der Windkraft auf weniger als zwölf Prozent in diesem Jahr gesenkt werden und dann bis 2020 auf das Niveau der Photovoltaik.

In diesem Jahr ist die nationale Quote der nicht angeschlossenen Anlagen bei Photovoltaik und Windkraft auf mehr als zehn Prozent gestiegen – nach etwa sechs Prozent in den beiden vergangenen Jahren. In Norden und Nordwesten liegt die Quote teilweise bei mehr als 30 Prozent, da es schwierig ist den Solar- und Windstrom so den entfernten Zentren zu bringen.

Was die Pläne der Zentralregierung angeht, so wünscht sie sich neue Technologien zur Verbesserung der Abfederung von Spitzenlasten und eine schnellere Entwicklung des Stromhandels. Zusätzlich solle es eine gezielte geografische Verschiebung der künftigen Projektentwicklung geben.

Bei der Festlegung des neuen Zubauziels für 2020 ist bislang auch noch keine Entscheidung getroffen. Es wird spekuliert, dass es auf 210 bis 270 Gigawatt angehoben werden könnte. Bislang sind 105 Gigawatt installierte Photovoltaik-Leistung ausgegeben, die China allerdings schon weit übertroffen hat. Experten erwarten diesbezüglich eine Entscheidung um den Jahreswechsel. (Vincent Shaw)