China hebt Sanktionen für Polysilizium-Importe aus der EU auf

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China will ab dem 1. November Polysilizium-Importe aus der EU nicht länger mit Antidumping- und anderen Ausgleichsmaßnahmen belegen. Das meldete die staatliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua. Die Regierung in Peking hatte 2014 Sanktionen für die Importe von Polysilizium verhängt, nachdem die EU Anti-Dumping- und Anti-Subventionsmaßnahmen für chinesische Photovoltaik-Module und Solarzellen in Europa beschlossen hatte. Diese Auflagen hat die EU Anfang September aufgehoben.

Der deutsche Chemie-Konzern Wacker hatte sich im Vorfeld massiv für ein Ende der Anti-Dumping- und Anti-Subventionsmaßnahmen gegen die chinesischen Photovoltaik-Hersteller in der EU engagiert. Der Polysilizium-Hersteller hatte zudem mit dem chinesischen Handelsministerium eine eigene Mindestimportpreisregelung ausgehandelt. Darin verpflichtete sich Wacker Chemie, sein in Europa hergestelltes Polysilizium nicht unter einem bestimmten Mindestpreis in China zu verkaufen. Im Gegenzug enthob die Regierung das deutsche Unternehmen als einzigen ausländischen Hersteller von der Zahlung der Importzölle.

Zum Zeitpunkt der Entscheidung der chinesischen Regierung, ab sofort nicht länger an den Importauflagen festzuhalten, war diese Regelung noch in Kraft. Wacker Chemie bestätigte mittlerweile, dass die Mindestimportpreisregelung für das Unternehmen im Zuge der Entscheidung ebenfalls aufgehoben wurde. „Das bedeutet, dass wir unser in Europa produziertes Polysilizium künftig ohne jede Einschränkung nach China exportieren können“, erklärte ein Specher von Wacker auf Nachfrage von pv magazine.*

Anmerkung der Redaktion: Der Artikel ist am 5.11., 10:15 Uhr, mit der Bestätigung von Wacker Chmeie aktualisiert worden.