IBC Solar verzeichnet großes Interesse an 750 Kilowatt-Solarparks

„Wir verzeichnen seit Jahresbeginn ein wachsendes Interesse an 750-kWp-Anlagen, vor allem im Freiflächenbereich“, sagt Oliver Partheymüller, Leiter Projektentwicklung und EPC Deutschland bei IBC Solar. Seit Jahresbeginn habe das Unternehmen acht solcher Photovoltaik-Freiflächenanlagen realisiert. Neun weitere Projekte befänden sich im Bau und 22 in der Planung, hieß es am Dienstag bei IBC Solar.

Mit dem EEG 2017, das am 1. Januar in Kraft trat, ist die Bagatellgrenze für Freiflächenanlagen in Ausschreibungen von 200 auf 750 Kilowatt erhöht worden. Die Betreiber von Solarparks bis zu dieser Größe erhalten eine Einspeisevergütung – ab 100 Kilowatt Leistung greift der anzulegende Wert aus der verpflichtenden Direktvermarktung – von derzeit 8,91 Cent pro Kilowattstunde. Diese wird für die kommenden 20 Jahr plus das Inbetriebnahmejahr gezahlt. Noch ein Vorteil gegenüber Ausschreibungsprojekten, bei denen der durchschnittliche Zuschlagswert mittlerweile bei unter 5,0 Cent pro Kilowattstunde angekommen ist und die Vergütung für genau 20 Jahre ab Inbetriebnahme gezahlt wird.

„In der Regel übernehmen wir die gesamte Projektentwicklung für unsere Kunden. Durch eine optimierte und standardisierte Anlagenplanung und Bauausführung schaffen wir es, die Kosten für solch kleine Freiflächenanlagen zu minimieren. Das wirkt sich natürlich auch positiv auf die Rendite aus“, so Partheymüller weiter. Eigentümer der Freiflächenprojekte bis 750 Kilowatt Leistung seien dabei häufig Energiegenossenschaften oder lokale Akteure wie Banken, die in Photovoltaik investieren, zugleich aber Ausschreibungen meiden wollten.